ZSW erhält 2,65 Mio. € für PV- und Batterieforschung

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ZSW-Brennstoffzelle-Test
Symbolbild (Quelle: ZSW)

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Stuttgart/Ulm hat heute Förderbescheide in Höhe von rund 2,65 Mio. € erhalten. Konkret geht es um Forschungsprojekte und Ausstattung im Bereich der sogenannten CIGS-Dünnschicht-Photovoltaik-Forschung sowie der Batterieforschung, wie das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg mitteilt.

„Das ZSW nimmt im Bereich der CIGS-Dünnschicht-Photovoltaik und der Batterieforschung eine Schlüsselposition in der europaweiten Forschungslandschaft ein und leistet damit einen wichtigen Beitrag für das Gelingen der Energiewende und für den Erfolg alternativer Mobilität“, begründet Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz die Förderzusage. Gerade in sich entwickelnden Märkten wie dem Markt für Erneuerbare Energien und Brennstoffzellen seien die dort agierenden Unternehmen oft nicht in der Lage, den enormen Forschungs- und Entwicklungsaufwand alleine zu leisten.

Projekt-Ziel ist Verbesserung der Solarzellen-Stabilität

Gefördert wird mit rund 1,05 Mio. € ein Forschungsprojekt im Bereich der CIGS-PV, in dem das ZSW zusammen mit weiteren Instituten der Innovationsallianz sogenannte „Perowskit-Solarzellen“ erforscht. Von diesen erhoffen sich viele Experten deutliche Effizienz- und Kostenvorteile. Ziel des Projekts sei es, eine Verbesserung der Stabilität der Solarzellen im Betrieb zu erreichen sowie im Rahmen eines völlig neuen Forschungsansatzes das in den Perowskit-Zellen enthaltene Blei zu absorbieren.

Aufrüstung des Sicherheits- und Testzentrums für Batterien in Ulm

Mit weiteren rund 1,6 Mio. € werden zudem die Erneuerung und Ergänzung der Geräteinfrastruktur im Bereich der CIGS-Dünnschicht-PV-Forschung und der Batterieforschung gefördert. Mit den zur Förderung vorgesehenen Beschaffungen soll im Institutsteil Stuttgart für die CIGS-Dünnschicht-Photovoltaik-Forschung ein neues Rasterelektronenmikroskop als Ersatz für ein rund 20 Jahre altes Gerät beschafft werden. In Ulm soll insbesondere das Sicherheits- und Testzentrum für Batterien auf zukünftige Anforderungen aufgerüstet werden.

“ZSW muss Schlüsselposition in wirtschaftsnaher Forschung behalten”

Diese Ersatz- und Ergänzungsbeschaffungen sind laut Schütz dringend erforderlich. Sie sollen sicherstellen, dass das ZSW seine Schlüsselposition in der europaweiten wirtschaftsnahen Forschungslandschaft behalten kann. Denn die wirtschaftsnahe Forschung außerhalb der Universitäten trage erheblich zur Stärkung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Land bei, so Schütz weiter. Die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit dieser Forschungseinrichtungen sei deshalb eine wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Technologietransfer in Baden-Württemberg.

Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW)
Ein Schwerpunkt der Forschungstätigkeit des ZSW in Stuttgart liegt in der Entwicklung großflächiger Dünnschichtsolarmodule aus Kupfer-Indium-Diselenid (CIGS). Am Standort Stuttgart wurde auch das sogenannte Power-to-Gas-Verfahren entwickelt, das zum Ziel hat, erneuerbare Energie in Form chemischer Energieträger zu speichern. Diese vielversprechende Technologie soll es ermöglichen, die stark variierende Menge erneuerbarer Energien – etwa aus Windkraft – in Methan-Gas umzuwandeln und das Erdgasnetz zur Speicherung zu benutzen.

Der Geschäftsbereich des ZSW in Ulm konzentriert sich auf die Entwicklung, Erprobung und Herstellung von Brennstoffzellen und arbeitet an der Entwicklung neuer Energiespeichersysteme. Damit agiert das ZSW in einem aktuell für die Automobilindustrie hoch interessanten Themenfeld. Mit dem Batterieforschungszentrum eLab und der Forschungsproduktionslinie FPL weist das ZSW in Ulm ein deutschlandweit einzigartiges Forschungsspektrum auf, das von der Materialforschung über Batterietests bis hin zur Erforschung seriennaher Produktionsprozesse für Lithium-Ionen-Batterien reicht.

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