ZDH: Zur Erreichung der Energieziele der EU sind 90.000 weitere Fachkräfte zu qualifizieren

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Zur Erreichung der Energieziele der EU müssen bis 2020 allein in Deutschland 90.000 weitere Fachkräfte qualifiziert werden. „Deutschland ist bei der Qualifikation der am Bau Beschäftigten gut aufgestellt. Doch die Anforderungen an das energetische Bauen und Sanieren steigen weiter“, erklärte der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke. Anlass war die Vorstellung der Ergebnisse des EU-Projekts „Build Up Skills“. Mit dem Projekt beschäftigt sich der Titelbericht von Ausgabe Nr. 13 von EUWID Energieeffizienz. Die aktuelle Ausgabe erscheint heute mit 68 Nachrichten und Berichten auf 24 Seiten. Sie beinhaltet unter anderem Firmenmeldungen über KWA Contracting, YIT, Caverion, Hochtief Solutions, SPIE S.A., GEA, Lichtblick, Alstom, Intel, Vestas und die Städtischen Werke Kassel. Weitere Berichte befassen sich unter anderem mit dem „Johnson Controls Energy Efficiency Indicator” des gleichnamigen Gebäudedienstleisters, der weltweit über 3.000 Entscheider aus zehn Ländern zur Energieeffizienz befragt hat. Den Ergebnissen zufolge ist das Interesse an der Energieeffizienz gegenüber 2010 um 116 Prozent gestiegen. So hätten sich beispielsweise 73 Prozent der Befragten innerhalb des vergangenen Jahres Energiereduzierungsziele gesetzt, teilte Johnson Controls mit. Vor zwei Jahren waren es noch 58 Prozent. Auch auf staatlicher Seite erhält die Energieeffizienz ein stärkeres Gewicht. Die Bundesregierung sieht nämlich für den Energie- und Klimafonds (EKF) bis 2017 jährlich einen Zuschuss von 650 Mio. € vor. So steht es im Bundeshaushalt 2014 und im Finanzplan bis 2017, den das Bundeskabinett vergangene Woche gebilligt hat. Die Einnahmeseite des Fonds müsse aufgestockt werden, „da die alleinige Finanzierung aus den CO2-Zertifikaten derzeit nicht ausreicht“, erklärte das Bundesfinanzministerium. Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) sieht hingegen die geplanten Verschärfungen bei der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 für den Neubau als „weitere massive Bremse für den in Ballungsräumen dringend notwendigen Wohnungsbau“. Das erklärte GdW-Präsdient Axel Gedaschko anlässlich der Beratungen zur EnEV in den Ausschüssen des Bundesrates. Der derzeitige Entwurf der Verordnung sieht vor, für Neubauten die primärenergetischen Anforderungen ab 2014 um 12,5 Prozent und ab 2016 um insgesamt 25 Prozent zu verschärfen. Der GdW plädiert dafür, die zweite Stufe der Verschärfungen zurückzunehmen und die erste Stufe zeitlich nach hinten zu legen. Im Bereich Contracting wurde bekannt, dass die die enercity Contracting GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2013 das Contracting-Geschäft der Dalkia GmbH, Hamburg, übernommen hat. Wie enercity in Hannover mitteilte, tritt die enercity Contracting Nord GmbH (eCG Nord), eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von enercity Contracting, die Gesamtrechtsnachfolge der Dalkia an. Die eCG Nord mit ihren rund 20 Beschäftigten betreut die norddeutschen Contracting-Projekte von ihrem bisherigen Standort in Hamburg aus. EUWID Energieeffizienz berichtet in dieser Woche außerdem über eine Studie des Forschungszentrums Nutzerzentrierte Technologien der Fachhochschule Vorarlberg und des Innsbrucker Wissenschaftsunternehmens alpS GmbH im Auftrag der österreichischen Unternehmensgruppe Rhomberg Bau. Demnach haben Passiv- und Niedrigenergiehäuser einen sehr guten Wohnkomfort, aber es besteht Optimierungspotenzial beim Energieverbrauch. Ein Kernergebnis ist für die Studienautoren der signifikante Zusammenhang zwischen Technik und Nutzerverhalten, in dem großes Optimierungspotenzial steckt. Auch im Bereich Smart Metering und Smart Grid gab es in der vergangenen Woche Neuigkeiten. Das schweizerische Industrieunternehmen ABB und die Deutsche Telekom arbeiten beispielsweise beim Thema „virtuelle Kraftwerke“ zusammen. Beide Unternehmen bieten in Deutschland künftig Software zur Steuerung von zusammengeschlossenen Erzeugungsanlagen an. Ventyx, ein Tochterunternehmen von ABB, stelle dabei die Software zur Steuerung der Anlage zur Verfügung, teilte die Telekom mit. Das Bonner Unternehmen übernehme die Bereitstellung der IT-Infrastruktur und der Datenkommunikation. Zusätzlich soll die Lösung über die Telekom vertrieben werden. Der Marktteil konzentriert sich in der neuen Ausgabe unter anderem auf den Heizölpreis-Vergleich, die Preisindices für Strom, Heizöl, Erdgas, Fernwärme und Wasser, den Grenzübergangspreis von Erdgas, DEPV-Verbraucherpreise für Holzpellets und Ökostromtarife. Ausgabe 13 von EUWID Energieeffizienz bietet darüber hinaus neben Praxismeldungen über aktuelle Projekte, Forschungsnachrichten und Zertifizierungen auch Berichte über neue Sanierungsprojekte, Politik-Kurzmeldungen, einen Terminkalender mit Veranstaltungen sowie Literaturhinweise rund um die Themen Energieeffizienz, Contracting und Energiedienstleistungen, Kraft-Wärme-Kopplung, Gebäudetechnik, Energiemanagement, Smart Metering und energetische Gebäudesanierung.

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