Windgutachter für „LiMeS“-Projekt zu Vergleichstest aufgerufen

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Die Universität Kassel hat im Rahmen des 2017 gestarteten Projekts „LiMeS“, bei dem die Messung von Windgeschwindigkeiten mithilfe der Laser-Technologie LiDAR untersucht wird, Windgutachter, Planer und andere Experten zur Teilnahme an einem Vergleichstest aufgerufen.

In diesem Round Robin Test soll die Langzeitkorrektur sehr kurzzeitiger Windmessungen auf Nabenhöhe (drei bis sechs Monate) untersucht werden. Primäres Ziel der Analysen ist die Beurteilung der Qualität aktueller Methoden und Langzeitdaten zur Langzeitkorrektur von Kurzzeit Windmessungen unter Berücksichtigung der saisonalen Variationen der Windverhältnisse. Weitere Informationen zum Vorgehen und der Möglichkeit zur Beteiligung bei dem im April beginnenden Round Robin Test kann Alexander Basse von der Universität Kassel geben.

Die Laser-Technologie „LiDAR“ ermöglicht die Messung von Windgeschwindigkeiten in großen Höhen vom Boden aus. Das Fraunhofer Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) (ehemals Fraunhofer IWES) in Kassel entwickelt neue Methoden, mit denen die Ergebnisse von Messkampagnen verbessert und der Zeitaufwand weiter verringert werden können. Partner des Forschungsprojekts „Optimierung von LiDAR basierten Messstrategien zur Standortbewertung von Windparks“ (LiMeS) sind die Unternehmen Ramboll CUBE GmbH, IB Fischer CFD+engineering GmbH, ABO Wind AG, Deutsche Kreditbank AG sowie die Philipps-Universität Marburg und die Universität Kassel. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt das Vorhaben, das Mitte 2020 abgeschlossen sein soll, mit insgesamt 1,1 Mio. €. Erste Ergebnisse werden ab Mitte 2019 erwartet.

LiDAR-Geräte bieten viele Vorteile

Für den wirtschaftlichen Betrieb von Windparks ist die vorhergehende Bestimmung von Windpotenzial und zu erwartendem Energieertrag eine zentrale Voraussetzung. Laserbasierte Fernmessgeräte (LiDAR – Light Detecting And Ranging) bieten hier eine günstige Alternative zu den üblichen Windmessmasten, weil die Geräte vom Boden aus Windgeschwindigkeiten in großen Höhen messen können. Dazu senden die Geräte Laserstrahlen aus, die von den mit dem Wind bewegten Luftpartikeln reflektiert werden. Aus der Signallaufzeit lassen sich die Höhe und die Windgeschwindigkeit ableiten.

Durch eine strategische Wahl der Messstandorte und Messzeiträume lässt sich eine höhere Aussagekraft und Belastbarkeit der Ergebnisse erreichen, wenn gleichzeitig die technologischen Herausforderungen berücksichtigt werden. Beispielsweise beeinträchtigt Nebel die Datenverfügbarkeit der Messreihen, sodass bestimmte Jahreszeiten bzw. Wettersituationen bei der Planung von Messkampagnen besonders zu berücksichtigen sind.

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