Windenergie: Zubaueinbruch zeigt sich auch bei Marktprämie

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Windkraftanlage von Nordex
Symbolbild Windenergie (Quelle: EUWID)

Die Leistung der direkt vermarkteten EEG-Anlagen im Marktprämienmodell ist im September um 633 MW auf jetzt 73.137 MW gestiegen. Die Onshore Windenergie ist im Berichtsmonat nur für 29 Prozent des Zubaus verantwortlich. Die Zahlen reflektieren damit auch ein Stückweit die aktuelle Zubaukrise der Binnenland-Windkraft.

Im Bestand der Marktprämienleistung kommt die Onshore Windenergie auf einen Anteil von 66,9 Prozent. Auch bei der neu hinzugekommenen Leistung überwog bis vor kurzem dieses Technologiesegment. Der Zubau der Windenergie an Land ist aber zuletzt deutlich zurückgegangen – verantwortlich dafür nicht zuletzt die Nachwirkungen der Bürgerenergieregelungen im EEG 2017. Die in den Ausschreibungen erfolgreichen Projekte benötigten keine Genehmigung nach BImSchV und verfügen über längere Realisierungsfristen – so sie denn überhaupt gebaut werden.

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Die September-Zahlen bei der Marktprämie zeigen wie bereits im August die Offshore-Windenergie an der Spitze bei den Neumeldungen zur Marktprämie. Auf Rang zwei folgt die Photovoltaik. Nach einem Zuwachs um 190 MW werden inzwischen 11.163 MW Photovoltaikleistung unter Inanspruchnahme der Marktprämie direkt vermarktet. Zuwächse zeigen auch die anderen Technologiesegmente, er fällt aber gering aus. Das gilt auch für die Biomasse. Hier ist die gemeldete Leistung im Marktprämienmodell im September um 17 MW gewachsen und liegt nunmehr bei 5.795 MW.

Der Blick auf den Bestand der Anlagen im Marktprämienmodell zeigt, dass die Onshore-Windkraft mit 48,9 GW (66,9 Prozent) der mengenmäßig weiterhin deutlich wichtigste Technologiebereich im Vermarktungsinstrument ist. Dahinter folgen die PV (15,3 Prozent), die Offshore-Windkraft (8,5 Prozent) und die Biomasse (7,9 Prozent). Die anderen Technologieln (Wasserkraft, Geothermie und Gase) kommen zusammen auf einen Anteil von etwas mehr als ein Prozent.

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