Sie wollen wissen was sich aktuell in der Windenergiebranche tut? Mit unseren Splittern halten wir Sie über neue Deals, Geschäftszahlen oder Kooperationen auf dem Laufenden. (Beitragsbild: leowolfert – stock.adobe.com)

Notus energy nimmt 22,5-MW-Windpark in Frankreich in Betrieb
(1. Oktober 2021)

Das Unternehmen Notus energy hat einen 22,5 MW-Windpark in der französischen Picardie in Betrieb genommen. Die neun Anlagen des Windparks Plaine d‘Estrées in Nordfrankreich produzieren Strom für 12.000 Haushalte. Die neun jetzt errichteten Anlagen vom Typ Nordex N100 liegen 15 Kilometer westlich von Compiègne und haben eine Nennleistung von jeweils 2,5 MW. In den ersten Betriebsjahren werde Notus kontinuierlich die Auswirkungen der Anlagen auf die lokalen Fledermauspopulationen auswerten. Die Beobachtung der Tiere erfolgt gleichzeitig mit fest installierten automatischen Systemen und herkömmlichen Begehungen durch Fledermausexperten. Die Ausgleichszahlungen aus dem Windpark finanzieren in den Gemeinden Fouilleuse und Épineuse zusätzlich die Anpflanzung von Hecken, die Vögeln und kleinen Säugetieren neuen Lebensraum bieten.

Offizielle Eröffnung von Windpark Hoort 2
(27. September 2021)

Rund eineinhalb Jahre nach Abschluss der Bauarbeiten und der Inbetriebnahme ist in Hoort südlich von Schwerin ein besonderer Windpark offiziell eröffnet worden. Von den 16 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 57,6 MW betreibt die Gemeinde Hoort vier.

Der Windpark Hoort 2 biete Bürgern und Gemeinden mehr Beteiligungsmöglichkeiten, als das Gesetz vorschreibe, hob Energieminister Christian Pegel (SPD) hervor. Nach dem Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz des Landes MV müssen bei neuen Windparkprojekten den Gemeinden und Bürgern vor Ort bis zu 20 Prozent Beteiligung angeboten werden. Das Projekt in Hoort geht mit 25 Prozent kommunaler Beteiligung darüber hinaus. Das Gesetz ist vor fünf Jahren verabschiedet worden, wurde bisher aber nur vereinzelt angewendet. Aktuell liegen dem Energieministerium nach eigenen Angaben jedoch rund 100 Anzeigen für Vorhaben vor, die dem Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz unterliegen.

Projektpartner des Windparks sind der Windparkentwickler Loscon GmbH, die Gemeinde Hoort und die mea Energieagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (mea), eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des kommunalen Energieversorgers Wemag, wie dieser mitteilte. Zehn der 16 Windräder werden demnach von Loscon betrieben, zwei von mea. Das gesamte Investitionsvolumen liegt bei fast 100 Mio. €. (dpa)

Encavis erweitert Portfolio in Frankreich
(27. September 2021)

Encavis Asset Management AG setzt mit dem Erwerb von fünf neuen Windparks in Frankreich die Wachstums- und Diversifikationsstrategie für das Portfolio ihres Spezialfonds Encavis Infrastructure Fund II (EIF II) weiter um. Verkäufer der Anlagen ist die schweizerische Axpo Holding AG, deren Tochtergesellschaft Volkswind die Planung, Projektierung und den Bau der Windparks verantwortet. Die insgesamt 29 Windkraftanlagen verfügen über eine installierte Leistung von 74,5 MW. Sie wurden zwischen Januar und Juni 2021 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Die durchschnittliche Jahresproduktion der Anlagen entspricht dem Stromverbrauch von 37.000 Haushalten an den Standorten in 5 französischen Gemeinden. Die Windparks gehen in den Bestand des Spezialfonds EIF II über, der Anlagegelder von insgesamt rund 480 Mio. € Eigenkapital in europäische Wind- und Solaranlagen investiert. Der exklusiv von der BayernLB angebotene und insbesondere für Banken und Sparkassen konzipierte Spezialfonds wird von der Service-KVG Hansainvest LUX S.A. verwaltet.

BayWa r.e. nimmt 94,6-MW-Windpark Lyngsåsa in Betrieb
(9. September 2021)

BayWa r.e. hat seinen bislang größten Windpark in Europa in Betrieb genommen. Es handelt sich um den 94,6-MW-Windpark Lyngsåsa in Südschweden. Lyngsåsa besteht aus 22 Windenergieanlagen des Typs Vestas V150. Das Projekt wurde schon 2019 an den Investor für nachhaltige Energieinfrastruktur SUSI Partners verkauft, der sich ein langfristiges Power Purchase Agreement (PPA) gesichert hat.

Zur allgemeinen Lage der Windenergiebranche erklärt BayWa r.e., dass trotz erheblicher Fortschritte bei der Umsetzung von Windenergieprojekten in ganz Europa Regierungen und Institutionen in den nächsten zehn Jahren neue Windkraftkapazitäten dreimal schneller installieren müssten, um die notwendigen Klimaziele zu erreichen. BayWa r.e. will vor diesem Hintergrund seine führende Rolle auf dem europäischen Windmarkt weiter ausbauen. Im Juli gab das Unternehmen die Übernahme des deutschen Windenergieentwicklers NWind mit einem Portfolio von rund 700 MW und 60 Windprojekten bekannt. In Frankreich sicherte sich BayWa r.e. durch die Übernahme des französischen Entwicklers Enerpole im Mai ein 300-MW-Windprojektportfolio.

Nordex steigt mit N163/6.X in die 6-MW-Klasse ein
(6. September 2021)

Die Nordex Group hat mit der Turbine N163/6.X den Einstieg in die 6-MW-Klasse bekannt gegeben. Der Start der Serienproduktion der N163/6.X soll Anfang 2023 erfolgen. Erste Aufträge habe das Unternehmen bereits erhalten, heißt es in der Mitteilung vom Montag. Im Vergleich zum Schwestermodell der 5-MW-Klasse – der N163/5.X, die Ende August zum ersten Mal in Schleswig-Holstein errichtet wurde (vgl. Meldung vom 3. September 2021) – könne die N163/6.X durch ihre deutlich erhöhte Nennleistung einen bis zu sieben Prozent höheren Jahresenergieertrag erwirtschaften, so Nordex. Die N163/6.X sei regulär für eine Lebensdauer von 25 Jahren ausgelegt, soll aber auch standortspezifisch über eine Dauer von bis zu 35 Jahren betrieben werden können.

Um die erhöhte Nennleistung im 6-MW-Bereich zu erreichen, setzt Nordex ein leistungsstärkeres Getriebe ein. Zudem werde das elektrische System der Delta4000-Produktserie mittels einer Anhebung der Nennspannung und einer verbesserten Kühlung angepasst. Die äußeren Abmessungen des Maschinenhauses blieben weiterhin unverändert, damit bewährte Logistik- und Installationsprozesse der Turbinen der Delta4000-Serie wie bisher genutzt werden können.

Zum Einsatz komme auch eine verstärkte Variante des ca. 80 Meter langen Rotorblatts der N163/5.X, das auf der bewährten GFK/Carbon Differentialbauweise beruht, die die Nordex Group seit 2011 in der Serienproduktion für ihre Rotorblätter verwendet. Durch eine geringere Drehzahl sollen die Schallemissionswerte der N163/6.X bei maximal 106,4 dB(A) liegen. Unterschiedliche Turmvarianten je nach Markt mit bis zu einer Höhe von 164 Metern, eine Kaltklimavariante sowie das Advanced Anti-Icing-System für Rotorblätter seien als Optionen für die N163/6.X ebenfalls vorgesehen. Wie das Schwestermodell N163/5.X sei die N163/6.X auf Mittel- und Schwachwindgebiete ausgelegt, fokussiere jedoch auf ausgewählte Kernmärkte in Europa. 

Ørsted vergibt Fundament-Auftrag für deutsche Projekte
(6. September 2021)

Ørsted hat zwei Fundament-Aufträge für die geplanten Offshore-Windparks Borkum Riffgrund 3 (900 MW) und Gode Wind 3 (242 MW) vergeben. Die Verträge umfassen die Lieferung von insgesamt 107 Monopile-Fundamenten sowie das Fundament für die Offshore-Umspannstation (OSS) für Gode Wind 3. Borkum Riffgrund 3 soll ohne OSS gebaut werden. Zudem setze Ørsted diesmal auf Monopiles, die ohne Transition Piece mit der Windkraftanlage verbunden werden. 66 Fundamente, die bis zu 100 Meter lang und rund 1.200 Tonnen schwer sind, werden von Steelwind Nordenham produziert. Die 41 weiteren Fundamente kommen von Bladt Industries A/S.

Die Offshore-Windparks Gode Wind 3 und Borkum Riffgrund 3 sollen in den Jahren 2024 und 2025 vollständig in Betrieb gehen. Baubeginn ist voraussichtlich im Sommer 2023. Eine endgültige Investitionsentscheidung werde für Ende 2021 erwartet, so Ørsted.

In den Offshore-Windauktionen 2017 und 2018 erhielt Ørsted für die in Borkum Riffgrund 3 zusammengefassten Flächen den Zuschlag mit einem Gebot von 0 Cent – als Erste in Deutschland. Dies wurde durch eine Reihe von Kostenreduktionen, ermöglicht, darunter die Installation von Windturbinentechnologie der nächsten Generation, der Wegfall der OSS, sehr gute Standortbedingungen und hohe Windgeschwindigkeiten sowie durch erwartete Stromabnahmeverträge, wie bereits unterzeichnete Abkommen mit Covestro und Amazon.

Nordex errichtet erste N163/5.X Turbine
(3. September 2021)

Ende August 2021 hat die Nordex Group im Bürgerwindpark „Janneby“ in Schleswig-Holstein planmäßig die erste N163/5.X Turbine der Delta4000-Baureihe errichtet. Mit ca. 80 Meter langen Rotorblättern und der überstrichenen Rotorfläche von 20.867 Quadratmetern ist die N163/5.X dem Unternehmen zufolge die zurzeit effizienteste Nordex-Anlage in der 5-MW-Klasse für Mittel- und Schwachwind-Standorte.

Laut José Luis Blanco, CEO der Nordex Group, steht die Serienproduktion in den Startlöchern. Für die N163/5.X gebe es bereits Aufträge für 520 Turbinen mit ca. 3,0 GW Leistung. Die Projekte befinden sich unter anderem in Australien, Brasilien, Skandinavien, Deutschland und Italien. Für die weltweiten Märkte liege für die N163/5.X die internationale IEC-Zertifizierung in Form des Design Evaluation Conformity Statements DECS für Nabenhöhen von 118, 148 und 159 Metern vor. Speziell für den deutschen Markt seien auch die Typenprüfungen nach DIBT 2012 für die Nabenhöhen von 118 und 164 Metern vorhanden.

Energiequelle errichtet Windpark mit 28,5 MW in Finnland
(3. September 2021)

Energiequelle hat Ende August mit dem Bau des Windparks „Takanebacken“ in Finnland begonnen. Der Park liegt in der Gemeinde Maalahti in Österbotten, circa 40 km südlich von Vaasa. Energiequelle Oy, die finnische Tochtergesellschaft der Energiequelle GmbH, errichtet hier fünf Nordex-Anlagen des Typs N163 mit einer Nabenhöhe von 148 m und einer Leistung von je 5,7 MW. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für Herbst 2022 vorgesehen. Der Park werde um die 100 GWh pro Jahr produzieren. Takanebacken ist bereits das dritte Projekt von Energiequelle in Finnland. Knapp 80 MW hat der internationale Projektentwickler hier dann installiert.

Meldungen 2021

Ältere Meldungen im Archiv:

Windenergie-Splitter – Archiv (2018 bis 2020)

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