Sie wollen wissen was sich aktuell in der Windenergiebranche tut? Mit unseren Splittern halten wir Sie über neue Deals, Geschäftszahlen oder Kooperationen auf dem Laufenden. (Beitragsbild: leowolfert – stock.adobe.com)

RWE setzt auf Offshore-Management-Tool ‚SITE‘ von Systematic
(30. Juli 2021)

Um die Betriebsdaten aller RWE Offshore-Windparks zu harmonisieren, plant RWE ein Informationsmanagement-Tool von Systematic auszurollen. Eine entsprechende Vereinbarung habe RWE mit der dänischen Firma kürzlich unterzeichnet, heißt es in einer Mitteilung. Im Rahmen des Vertrags werde Systematic sein Offshore-Management-Tool ‚SITE‘ ausliefern. Mithilfe der cloudbasierten Software will RWE den Betrieb der Offshore-Windparks optimieren, indem alle Arbeitsabläufe, Unterweisungen und Sicherheitsprozesse sowohl für die eignen Betriebs- und Wartungsteams vor Ort sowie für Dienstleister weltweit vereinheitlich werden.

‚SITE‘ soll zunächst bei den RWE Offshore-Windparks in Großbritannien zum Einsatz kommen; die Standorte Humber Gateway und Rampion haben die Software bereits eingeführt. Als nächstes soll die Software auch in Deutschland, Dänemark und Schweden ausgerollt werden. Letztlich sei eine weltweite Nutzung das Ziel.

wpd baut Projekt-Pipeline in den Philippinen aus
(30. Juli 2021)

Mit dem Projekt Aklan baut wpd seine Pipeline in den Philippinen um ein weiteres Projekt aus. Es handelt sich hierbei um einen Onshore-Windpark mit einer Gesamtkapazität von 75,6 MW. Als Kooperationspartner ist die Triconti ECC Renewables Corporation an der Projektierung und Umsetzung beteiligt, ein auf den Philippinen niedergelassenes deutsch-schweizerisch-philippinisches Joint Venture. Der Windpark Aklan wird den Angaben zufolge 18 Anlagen des Herstellers Vestas vom Typ V136 mit einer Leistung von je 4,2 MW umfassen. Die Inbetriebnahme ist zum jetzigen Planungsstand für Ende 2023 vorgesehen.

Nordex übergibt Rotorblattproduktion in Mexiko an TPI Composites
(30. Juli 2021)

Neben der Zusammenarbeit in der Türkei und Indien hat sich die Nordex Group jetzt auf eine weitere strategische Partnerschaft mit dem amerikanischen Rotorblatthersteller TPI Composites geeinigt. Nordex wird den Betrieb ihrer Rotorblattproduktion in Matamoros (Mexiko) für einen Zeitraum von drei Jahren, beginnend im Juli 2021, auf TPI übertragen. Ziel sei es, die Effizienz und Leistung der Rotorblattproduktion, die vor allem die amerikanischen Märkte bediene, mithilfe des Know-hows von TPI weiter zu steigern.

Das Nordex-Werk in Matamoros produziert derzeit zwei unterschiedliche Rotorblatttypen. TPI wird das Werk betreiben und hier ausschließlich Rotorblätter für die Nordex Group herstellen. Die Vereinbarung enthält auch die Einzelheiten der Rückgabe des voll funktionsfähigen Werks an die Nordex Group im Jahr 2024 und darüber hinaus eine Verlängerungsoption im gegenseitigen Einvernehmen. Um die Produktionskontinuität zu gewährleisten, wird TPI die rund 1.500 Mitarbeiter der Nordex-Rotorblattproduktion in Matamoros übernehmen.

RWE erzeugt ersten Strom aus Onshore-Windenergie in Frankreich
(20. Juli 2021)

Les Pierrots, einer von drei im Bau befindlichen Onshore-Windparks von RWE in Frankreich, hat mit der Stromerzeugung begonnen. Les Pierrots liegt 250 Kilometer südlich von Paris und ist der erste RWE Onshore-Windpark in Frankreich, heißt es von Seiten des Essener Konzerns. Die elf Nordex Turbinen vom Typ N117 2400 TS98 erreichen eine Gesamtleistung von 26,4 MW, der jährliche Stromertrag wird auf 70 GWh beziffert. Das Projekt sei nach dem Netzanschluss auf einem guten, wie geplant im Herbst 2021 vollständig in Betrieb genommen zu werden. RWE hat im vergangenen Jahr eine europäische Onshore Wind- und Solar-Entwicklungspipeline mit einer Gesamtkapazität von 2,7 GW übernommen. Der Großteil des neuen Portfolios – 1,9 GW – befindet sich in Frankreich. Weitere im Bau befindlichen Onshore-Windparks in Frankreich sind Les Hauts Bouleaux und Martinpuich, die beide 2022 in Betrieb genommen werden sollen.

EnBW will He Dreiht mit 15-MW-Vestas-Turbinen bestücken
(12. Juli 2021)

Die EnBW plant ihren Offshore-Windpark He Dreiht mit der neusten 15-MW-Turbinengeneration von Vestas. Die Verträge wollen EnBW und Vestas in den kommenden Monaten finalisieren und voraussichtlich zum Ende des Jahres abschließen, teilte der Karlsruher Energiekonzern mit. „Mit Baltic 1 haben wir damals den ersten kommerziellen Offshore-Park Deutschlands gebaut“, sagt Georg Stamatelopoulos, Vorstand für Nachhaltige Erzeugungs-Infrastruktur bei der EnBW. „Seitdem hat sich die Leistungsfähigkeit der Anlagen innerhalb einer Dekade mehr als versechsfacht.“ Man sei bereit, mit He Dreiht „das nächste Kapitel deutscher Offshore-Geschichte zu schreiben“, so Stamatelopoulos weiter.

2017 hatte sich die EnBW in der ersten Offshore-Ausschreibung in Deutschland den Zuschlag für das Projekt gesichert. Der 900 MW starke Windpark soll ohne staatliche Förderungen auskommen. Offshore sei nicht nur technisch anspruchsvoll. „Wir müssen mit Windkraftanlagen in die Auktionen gehen, die es zum Zeitpunkt der Planung noch nicht am Markt gibt.“ Das Ergebnis zeige, dass man als Projektentwickler richtig gelegen habe.

He Dreiht wird 90 Kilometer nordwestlich von Borkum und ungefähr 110 Kilometer westlich von Helgoland in der Nordsee liegen. Er zählt zu den größten geplanten Offshore-Projekten in Europa und soll 2025 in Betrieb gehen. Die finale Investitionsentscheidung ist für 2023 geplant.

Abo Wind stockt Anleihe auf 50 Mio. € auf
(2. Juli 2021)

Dem Projektierer Abo Wind bieten sich eigenen Angaben zufolge aktuell so viele Geschäftsmöglichkeiten wie nie zuvor. „Wir wollen die Energiewende in vielen Ländern vorantreiben”, sagt Vorstand Jochen Ahn. „Darum haben wir entschieden, die im Vertrieb befindliche Unternehmensanleihe auf 50 Millionen Euro aufzustocken. Das ermöglicht uns weiteres Wachstum.”

Seit Februar vertreibt die GLS Bank die nachrangige Anleihe exklusiv. Das Wertpapier hat eine Laufzeit von neun Jahren. Der ursprüngliche Wertpapierprospekt sah ein Volumen von 30 Mio. € vor und enthielt die Option einer Aufstockung. Der zunächst vorgesehene Betrag ist den weiteren Angaben zufolge aber mittlerweile weitgehend gezeichnet.

Abo Wind will die zusätzlichen finanziellen Mittel nutzen, um in 16 Ländern auf vier Kontinenten noch mehr Wind- und Solarparks zu entwickeln und zu errichten. Außerdem werde das Engagement verstärkt in Batterie- und Wasserstoffprojekte fließen. Aktuell befinden sich in Deutschland unter anderem drei Kombiprojekte aus Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern in der Umsetzungsphase.

Energiekontor nimmt den Windpark Hanstedt-Wriedel in Betrieb
(2. Juli 2021)

Energiekontor hat den Windpark Hanstedt-Wriedel im Landkreis Uelzen, Niedersachsen, in Betrieb genommen. Der Windpark hat eine Gesamtnennleistung von 31,8 MW und umfasst sechs Anlagen  vom Typ GE 5.3 – 158. Der Windpark Hanstedt-Wriedel bleibt den Angaben zufolge im Eigenbestand von Energiekontor und verstärkt die eigenen Erzeugungskapazitäten, die sich damit auf über 300 MW Windparks und weiterhin 10 MW Solarparks erhöhen. Laut Peter Szabo, Vorstandsvorsitzender der Energiekontor AG, ist es aktuell der größte Windpark im Eigenbestandsportfolio von Energiekontor.

Nordex Group gewinnt Auftrag über 399 MW in Brasilien
(2. Juli 2021)

Die Nordex Group hat einen Auftrag über 399 MW aus Brasilien erhalten. Die Gruppe liefert 70 Anlagen des Typs N163/5.X für einen Windpark im Nordosten Brasiliens im Bundesstaat Piaui. Errichtungsbeginn der Anlagen, die in einem projektspezifischen Betriebsmodus von 5,7 MW geliefert werden, ist für Anfang 2023 vorgesehen. Der Auftrag umfasst auch den Service der Turbinen über den Zeitraum von fünf Jahren.

Die Nordex Group wird die Rotorblätter und die 120 Meter hohen Betontürme vor Ort fertigen. Kunden in Brasilien können die N163/5.X Turbinen den Angaben zufolge mit der Kreditlinie FINAME sowie andere vergleichbare Finanzierungslinien erwerben, die das Akkreditierungssystem der BNDES (National Bank for Economic and Social Development) als Voraussetzung für die Definition lokaler Wertschöpfung verwenden. Ende letzten Jahres erhielt die Nordex Group diese Akkreditierung für den Anlagentyp N163/5.X von Brasiliens größter öffentlicher Entwicklungsbank.

PNE beginnt mit Bau zwei weiterer Windparks mit 30,4 MW
(2. Juli 2021)

Die PNE AG startet mit dem Bau zwei weiterer Windparks mit einer Nennleistung von zusammen 30,4 MW in Deutschland. Einer dieser Windparks ist ein Projekt in Niedersachsen mit vier Windenergieanlagen und einer Nennleistung von insgesamt 22,0 MW. Der zweite Windpark befindet sich in Schleswig-Holstein, besteht aus zwei Anlagen und hat insgesamt 8,4 MW Nennleistung.

Beide Projekte sollen nach der Fertigstellung in den Eigenbetrieb der PNE-Gruppe übernommen werden. Die Inbetriebnahme der beiden Windparks, die erst im Mai 2021 in der Ausschreibung des Bundesnetzagentur Zuschläge erhielten, ist im kommenden Jahr vorgesehen. Für das eigene Portfolio baut PNE derzeit Windparks mit rund 128 MW; Projekte mit 151 MW sind bereits in Betrieb.

Meldungen 2021

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