Sie wollen wissen was sich aktuell in der Windenergiebranche tut? Mit unseren Splittern halten wir Sie über neue Deals, Geschäftszahlen oder Kooperationen auf dem Laufenden. (Beitragsbild: leowolfert – stock.adobe.com)

Nordex Group steigert Auftragseingang 2019 auf 6,2 GW
(15. Januar 2020)

Die Nordex Group hat ihren Auftragseingang  im Jahr 2019 auf 6.207 MW gesteigert – ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 31 Prozent (2018: 4.754 MW). Die Unternehmensgruppe erhielt auch im Schlussquartal 2019 zahlreiche Aufträge aus Europa sowie Nord- und Südamerika. Dabei wurden 359 Windturbinen mit einer Nennleistung von 1.477 MW bestellt (Q4 2018: 1.679 MW). Im vierten Quartal 2019 entfiel der Großteil des Volumens (57 Prozent) auf die Turbinen der Delta4000-Baureihe, im Gesamtjahr kommt diese neueste Anlagengeneration bereits auf 44 Prozent. Die erst im März 2019 vorgestellte Fünf-Megawatt-Turbine dieser Baureihe – der Typ N149/5.X – kommt bei dem schwedischen 286-MW-Projekt Åndberg erstmalig zum Einsatz.

BayWa r.e. realisiert und veräußert alpines Windprojekt
(15. Januar 2020)

BayWa r.e. hat ein weiteres Windprojekt realisiert und veräußert. Es handelt sich um den Windpark Fürstkogel, der in Österreich in den Gemeinden Fischbach und Stanz (Steiermark) auf 1.400 Meter Höhe errichtet wurde. Installiert wurden fünf Vestas-Anlagen des Typs V126 mit einer installierten Gesamtleistung von 17,25 MW. Mit Projektabschluss durch die 100-prozentige Tochter ECOwind wurde das Windprojekt nun an einen von der Encavis Asset Management AG betreuten Versicherungskonzern veräußert. ECOwind wird die technische Betriebsführung der Windenergieanlagen übernehmen.

KWM erwirbt 33-MW-Windpark Straubenhardt
(15. Januar 2020)

Der kommunale Energieerzeuger Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW) baut mit dem Erwerb des Windparks Straubenhardt im Nordschwarzwald sein Engagement im Bereich erneuerbare Energien weiter aus. Der Windpark hat eine installierte Leistung von 33 MW, bestehend aus elf WEA vom Typ Siemens Gamesa mit einer Nabenhöhe von 142,5 Metern. Noch im Januar soll nach Angaben der KMW die Inbetriebnahme der neu errichteten WEA Galgenberg in der Westpfalz erfolgen.

EnBW bringt größtes Windkraftwerk Deutschlands ans Netz
(15. Januar 2020)

Das größte Windkraftwerk Deutschlands ist seit Anfang des Jahres vollständig am Netz. Der Windpark „Hohe See“ ist bereits seit Oktober 2019 komplett in Betrieb, jetzt produziert auch sein kleiner Nachbar „Albatros“ Strom, wie die EnBW Energie Baden-Württemberg mitteilt. Zusammen verfügen die insgesamt 87 Windkraftanlagen über eine Gesamtleistung von 609 MW und können so viel Energie produzieren wie ein modernes Gaskraftwerk. Das kanadische Energieinfrastruktur-Unternehmen Enbridge Inc. hält 49,9 Prozent an beiden Windparks, die EnBW jeweils die restlichen 50,1 Prozent.

Nordex erhält 172-MW-Auftrag aus den Niederlanden
(9. Januar 2020)

Die Nordex Group hat den Auftrag zur Errichtung des niederländischen Windparks „De Drentse Monden en Oostermoer“ (DMO) erhalten. Der Auftrag umfasst 44 Anlagen des Typs N131/3900 mit einer Kapazität von 171,6 MW an die Kunden Duurzame Energieproductie Exloermond BV, Raedthuys DDM B.V. und Windpark Oostermoer Exploitatie B.V., die gemeinsam den Windpark „DMO“ bilden. Zudem wurde ein Premium-Service-Vertrag für einen Zeitraum von 25 Jahren abgeschlossen. Die Lieferung und Errichtung der Anlagen soll im Laufe des Jahres 2020 erfolgen.

Der Windpark „DMO“ befindet sich südöstlich von Groningen in der Provinz Drenthe bei Exloo, in unmittelbarer Nähe des zentralen Antennenfelds des „Low-Frequency Array“ (LOFAR). Das LOFAR, unter Leitung des niederländischen Instituts für Radioastronomie ASTRON, ist ein europaweites Netz aus tausend hochsensibler Funkantennen. Es wird im weltgrößten Antennenverbund zur Erforschung des Universums genutzt.

Die Antennen sind sehr empfindlich gegenüber elektromagnetischer Strahlung. Die Voraussetzung für den Zuschlag des 172-MW-Auftrags sei es deshalb gewesen, dass die Höhe der Emission elektromagnetischer Strahlung der Turbinen im Park auf ein festgelegtes absolutes Minimum reduziert wird. Um dies sicherzustellen, hatte Nordex im Sommer 2019 eine extrem strahlungsarme Version der bewährten N131-Turbine entwickelt und am Standort errichtet. Vor Ort hat ASTRON mit den LOFAR-Antennen und eigener Technologie die sehr geringe elektromagnetische Strahlung der Anlage bestätigt und Ende 2019 den Auftrag erteilt.

SGRE soll Turbinen für 2,64-GW-Offshore-Projekt in den USA liefern
(8. Januar 2020)

Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) ist als bevorzugter Turbinenlieferant für das Dominion Energy Virginia Offshore Wind Project mit einer Gesamtleistung von 2,64 GW in den USA ausgewählt worden. Wie das Unternehmen berichtet, handelt es sich bei dem Vorhaben um das bisher größte Offshore-Windkraftprojekt im stark wachsenden US-Markt. Für den Windpark vor der Küste von Virginia sind ein langfristiger Service- und Wartungsvertrag sowie die Nutzung von Turbinen der Direct Drive Offshore-Windkraftanlagen-Plattform von Siemens Gamesa vereinbart, die endgültige Anzahl der Einheiten und das Turbinenmodell stehen allerdings noch nicht fest.

Alle Installationen für den Offshore-Windpark sollen voraussichtlich bis 2026 abgeschlossen sein. Nach Inbetriebnahme soll der 2,64-GW-Windpark eine Strommenge erzeugen, die dem Bedarf von 650.000 Haushalten entspricht. Die Vereinbarung steht unter verschiedenen Vorbehalten wie der endgültigen Investitionsentscheidung von Dominion Energy, der Genehmigung durch die Regierung sowie anderer erforderlicher Genehmigungen.

Nordex meldet 308 MW Auftragseingang im Dezember
(7. Januar 2020)

Der Windkraftanlagenhersteller Nordex hat im Dezember 2019 Aufträge über insgesamt 308 MW aus unterschiedlichen Ländern in Europa erhalten. Hauptabsatzmarkt war die Türkei mit drei Projekten über insgesamt 105 MW, teilte die Gruppe mit. Neben Aufträgen unter anderem aus Spanien und Italien konnte sich die Nordex Group Order in Frankreich (68 MW), Finnland (43 MW), Deutschland (34 MW) sowie Kroatien (32 MW) sichern. Mit 72 Anlagen erstreckte sich das Gros der erteilten Aufträge auf Turbinen der Delta- und Delta4000-Serie mit Nennleistungen zwischen 3,0 und 4,8 MW.

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