Sie wollen wissen was sich aktuell in der Windenergiebranche tut? Mit unseren Splittern halten wir Sie über neue Deals, Geschäftszahlen oder Kooperationen auf dem Laufenden. (Beitragsbild: leowolfert – stock.adobe.com)

SGRE und EMF: Rahmenvertrag über bis zu 1.000 MW Offshore-Leistung
(18. April 2019)

Siemens  SWT-7.0-154
Quelle: Siemens

Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) und Eolien Maritime France (EMF) haben eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die die Lieferung und Wartung von Offshore-Windturbinen mit einer Leistung von rund 1.000 MW für zwei der drei in Entwicklung befindlichen französischen Offshore-Windprojekte von EMF vorsieht. Beide Projekte werden voraussichtlich mit SWT-7.0-154 DD Offshore-Windturbinen ausgestattet und liegen bei EMF zur finalen Investitionsentscheidung und zum Vertragsabschluss, heißt es von Seiten des Technologiekonzerns. Das EMF-Konsortium besteht aus EDF Renewables und Enbridge.

Die Vereinbarung sehe zudem vor, dass Siemens Gamesa den Service der Windturbinen für einen Zeitraum von zunächst 15 Jahren übernimmt, ebenfalls vorbehaltlich des Vertragsabschlusses und der endgültigen Investitionsentscheidung von EMF. Die geplante Produktionsstätte von Siemens Gamesa für Offshore-Windturbinen im Hafen von Le Havre, die sich derzeit in Entwicklung befindet, soll die Windturbinen für die Projekte des Konsortiums produzieren.

Siemens Gamesa liefert 77 MW nach Dänemark
(15. April 2019)

Siemens-Windenergie
Symbolbild (Quelle: SGRE)

Siemens Gamesa hat von Eurowind Energy den Zuschlag für die Lieferung von Windturbinen für das Projekt Thorup-Sletten, den bisher größten Onshore-Windpark Dänemarks, erhalten. Die 18 Onshore-Turbinen haben eine Gesamtleistung von 77 MW. Die erzeugte Energiemenge reicht laut Siemens aus, um den Jahresbedarf von rund 65.000 Haushalten zu decken.

Das Upgrade der Turbine von 3,6 auf 4,3 MW in Kombination mit dem 130 Meter langen Rotor seien entscheidend dafür, die niedrigsten Stromgestehungskosten pro produzierter kWh zu erzielen, meint Jens Rasmussen, CEO von Eurowind Energy.

Die Installation des Projekts Thorup-Sletten westlich der Aggersund-Brücke im nordwestlichen Jütland soll im Oktober dieses Jahres beginnen. Siemens Gamesa übernimmt darüber hinaus die Wartung des Windparks über 20 Jahre im Rahmen eines langfristigen Serviceprogramms.

E.ON baut 220-MW-Windpark in Texas
(12. April 2019)

E.ON hat den Baustart für ein neues Wind-Großprojekt in den USA bekanntgegeben. Im texanischen Refugio County ist das erste Fundament für die Turbinen des Windparks „Cranell“ gegossen worden. Das 220-MW-Projekt soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen, teilte E.ON mit. Cranell werde mit 100 Turbinen des Herstellers Vestas angetrieben. Mit der Übernahme dieses Windparks verfügt E.ON eigenen Angaben zufolge über eine Gesamtkapazität von mehr als 3.000 MW Windkraft im US-Bundesstaat Texas.

Im März hatte E.ON den Baubeginn eines weiteren Onshore-Windparks in Südtexas, das 151-MW-Projekt Peyton Creek in Matagorda County, bekannt gegeben. Auch Peyton Creek soll noch in diesem Jahr ans Netz gehen.

Innogy eröffnet offiziell ersten Windpark in Irland
(12. April 2019)

Innogy hat seinen ersten Windpark in Irland offiziell eröffnet. Der Windpark „Dromadda Beg“ liegt im County Kerry im Südwesten der Republik Irland und verfügt mit seinen drei Windkraftanlagen über eine installierte Leistung von 10,2 MW. Der Windpark ist bereits Ende 2018 in Betrieb gegangen. Darüber hinaus berichtet innogy, dass der Bau des 32-MW-Projektes „Mynydd y Gwair“ in Wales in dieser Woche abgeschlossen wurde. Zudem soll der schottische Windpark „Bad á Cheo“ mit 26 MW in Kürze den Betrieb aufnehmen.

Erste Anlage von „EnBW Hohe See“ steht
(12. April 2019)

Erste Windkraftanlage Windpark EnBW Hohe See (Bildnachweis: EnBW)

Die erste Windkraftanlage des Offshore-Windparks „EnBW Hohe See“ steht. Voraussichtlich Ende 2019 werden die insgesamt 87 Windkraftanlagen mit 609 MW installierter Leistung ans Netz gehen. „Hohe See“ und der benachbarte Windpark „Albatros“ werden in einem Zug errichtet und sind das größte Offshore-Projekt, das derzeit in Deutschland realisiert wird, erklärt Dr. Hans-Josef Zimmer, Technikvorstand der EnBW. Auch Albatros soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Das kanadische Energieinfrastruktur-Unternehmen Enbridge Inc. hält 49,9 Prozent an beiden Windparks, die EnBW jeweils die restlichen 50,1 Prozent.

CEE erwirbt Windparks in Hessen und Rheinland-Pfalz
(4. April 2019)

Der Hamburger Asset Manager CEE hat zwei Windparks in Hessen und Rheinland-Pfalz vom niederländischen Windprojekt-Anbieter DunoAir erworben. Mit der Akquisition erhöht sich die Nennleistung des CEE-Windportfolios den Angaben zufolge auf 370 MW. Der hessische Windpark Kuhbett besteht aus vier Anlagen vom Typ Enercon E-115 und verfügt über eine Gesamterzeugungsleistung von 12 MW. Der Park ist seit März 2018 in Betrieb. Der rheinland-pfälzische Windpark Kappel-Faas besteht aus zwei WEA vom Typ Enercon E-82 E-2 mit je 2,3 MW. Dieser Windpark wurde bereits im September 2013 in Betrieb genommen. Die kaufmännische Betriebsführung wird von der CEE Operations GmbH durchgeführt. DunoAir Windpark Management B.V. übernimmt die technische Betriebsführung der beiden Windparks.

PNE erwartet Wachstum in 2019
(4. April 2019) 

Der Windpark-Projektierer PNE hat einen positiven Ausblick für das laufende Geschäftsjahr vorgestellt. Zwar müsse PNE weitere Vorleistungen im unteren einstelligen Millionenbereich für die strategische Erweiterung des Geschäftsmodells und die Vorbereitung des Eintritts in neue Märkte erbringen. Dennoch rechnet das Unternehmen mit einem deutlich positiven Konzern-Ebitda in Höhe von 25 bis 30 Mio. €. Das Ebit wird in Höhe von 15 bis 20 Mio. € erwartet.

Geschäftsjahr 2018 bleibt hinter Erwartungen zurück

Für das Geschäftsjahr 2018 verbuchte PNE nur ein Ebitda von rund 16,5 Mio. € sowie ein Ebit in Höhe von 7,8 Mio. €. Damit wurde die Prognose eines Ebitda von 20 bis 26 Mio. € und eines Ebit von 10 bis 16 Mio. € nicht erreicht. Als Grund führt PNE eine Neueinschätzung bei Offshoreprojekten an, die zu liquiditätsneutralen Wertberichtigungen in Höhe von rund 10,8 Mio. € geführt habe. Der Kurs für die kommenden Jahre bleibe klar: Das Kerngeschäft stärken und gleichzeitig die Erweiterung im Bereich Services, Technologien und Märkte vorantreiben.

Weiterer Großauftrag der Delta4000-Baureihe in Australien
(4. April)

Das Neugeschäft der Nordex Group mit ihrer N149/4.0-4.5 nimmt an Fahrt auf. Der Hersteller hat einen weiteren Großauftrag über 35 Turbinen der Delta4000-Baureihe über 157,5 MW in Australien erhalten. Nordex wird für seinen Kunden Acciona Energy Australia den Windpark „Mortlake South“ im Bundesstaat Victoria errichten. Die Infrastrukturarbeiten haben bereits begonnen, die Fertigstellung des Parks ist für die zweite Jahreshälfte 2020 vorgesehen.

Nordex erhält Delta4000-Großauftrag in Argentinien
(1. April 2019)

Die Nordex Group hat einen Großauftrag in Argentinien erhalten und liefert erstmals Anlagen der Delta4000-Reihe nach Übersee. Dabei handelt es sich um den Gesamtauftrag für die Projekte Chubut Norte II, III und IV. Auftraggeber des Windparks ist der Kraftwerksbetreiber Genneia, für den die Nordex Group derzeit bereits das argentinische Projekt Pomona I & II (113,1 MW) errichtet. In Summe umfasst der neue Auftrag ein Volumen von 166,4 MW, bestehend aus 38 Anlagen des Typs N149/4.0-4.5 mit einer installierten Leistung von jeweils 4.380 MW. Die Errichtung der Turbinen ist im vierten Quartal 2019 vorgesehen. Nordex ist zudem für den mehrjährigen Service des Parks verantwortlich.

Enercon sucht Investoren für schwedisches „Maximus-Projekt”
(1. April 2019)

Für das Projekt „Markbygden Phase II“ werden 201 Windenergieanlagen aus Enercons neuer Baureihe E-138 EP3 mit einer installierten Gesamtleistung von 844,2 MW in der Gemeinde Piteå in der nordschwedischen Provinz Norrbotten ans Netz gehen. Die Arbeiten an der Infrastruktur für das „Maximus“ genannte Projekt haben bereits begonnen. Nun sucht Enercon nach Investoren.

Enercon hat DNB zum Berater für Eigenkapital und PPA ernannt. Das Structured Finance-Team der Nord/LB ist den weiteren Angaben zufolge beratender Partner für den Fremdfinanzierungsprozess. Cirio ist weiterhin als Rechtsberater für Enercon tätig.

Der Windpark soll den Betrieb aufnehmen, sobald bis Mitte 2020 die Netzanbindung verfügbar ist. In Trolltjärn wird ein neues Umspannwerk errichtet. Diese neue 1.300-MW-Station ist direkt an das 400-kV-Netz angeschlossen. Der gesamte Windpark soll bis Ende des dritten Quartals 2021 betriebsbereit sein.

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