Sie wollen wissen was sich aktuell in der Windenergiebranche tut? Mit unseren Splittern halten wir Sie über neue Deals, Geschäftszahlen oder Kooperationen auf dem Laufenden. (Beitragsbild: leowolfert – stock.adobe.com)

SGRE winkt 376-MW-Großauftrag in Taiwan
(17. Juni 2019)

Ein Konsortium aus dem Private-Equity-Investor Macquarie Capital und Swancor Renewable Energy hat Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) mit der Lieferung der Turbinen für das taiwanesische 376-MW-Offshore-Projekt „Formosa 2“ beauftragt. Der Auftrag sei aber unter dem Vorbehalt der abschließenden Investitionszustimmung erteilt worden, wie SGRE heute mitteilt.

Bildnachweis: SGRE

Zum Einsatz kommen sollen 47 Offshore-Windturbinen vom Typ SG 8.0-167 DD. Der Auftrag, der die komplette Betreuung und Wartung der Anlagen umfasst, hat den Angaben zufolge eine Laufzeit von 20 Jahren. Der Baubeginn ist für 2020 geplant.

„Formosa 2“ soll in der Nähe des Windparks „Formosa 1“ liegen, der Ende dieses Jahres mit 22 SGRE-Offshore-Windkraftanlagen fertig gestellt werden soll. Formosa 2 wird laut SGRE eines der ersten Projekte sein, die vollständig aus dem Förderprogramm zur Zonenentwicklung der taiwanesischen Regierung hervorgegangen sind. Ziel sei es, bis 2025 5,5 GW an Offshore-Windenergie zu realisieren.

Green Wind steigt in dänischen Windmarkt ein
(13. Juni 2019)

Die in Berlin ansässige Green Wind Gruppe ist in den dänischen Windmarkt eingestiegen. Green Wind hat die dänischen Unternehmen Ecopartner ApS, Aarhus, und FWE Administration ApS, Kopenhagen, übernommen und ergänzt nun das bisherige Portfolio um mehr als 150 MW. Damit betreut Green Wind derzeit mehr als 550 MW in der Betriebsführung Onshore in Deutschland und in Dänemark. Die Geschäftsstelle in Aarhus wird künftig die zentrale Anlaufstelle für den dänischen Windmarkt sein.

Nordex holt Aufträge in Spanien und Polen
(12. Juni 2019)

Die Nordex Group hat Aufträge in Polen und Spanien erhalten. Wie das Unternehmen mitteilt, gehen 27 Turbinen des Typs AW132/3300 mit einer Nennleistung von zusammen 93,55 MW an den spanischen Projektentwickler Grupo Enhol. Der Auftrag beinhaltet auch einen Full-Service-Vertrag über 10 Jahre, mit der Verlängerungsoption um weitere 10 Jahre. Die Projekte „Cabanillas“ mit 15 Turbinen und „Ablitas“ mit zwölf Anlagen entstehen in der Provinz Navarra im Norden Spaniens. Beginn der Errichtung ist für April, die Inbetriebnahme für Juni 2020 vorgesehen. Beide Windparks werden jährlich rund 320 GWh sauberen Strom erzeugen.

Darüber hinaus hat Nordex einen Auftrag für die Errichtung eines 94-MW-Projekts in Polen erhalten. Das Projekt „Pomerania“ entsteht im Norden des Landes nahe der Stadt Sztum. Auftraggeber ist der litauische Energieversorger Lietuvos Energija, der 28 Anlagen des Typs N131/3600 sowie eine Anlage des Typs N117/3000 bei Nordex bestellt hat. Die Fertigstellung ist für Sommer 2020 geplant. Auch ein Premium-Servicevertrag über die Laufzeit von 15 Jahre ist Bestandteil dieses Vertrags. Für die polnische Tochtergesellschaft Nordex Polska ist es der bisher größte Auftrag.

Baywa r.e. übernimmt Talanx-Windpark-Portfolio
(3. Juni 2019)

Die Talanx Gruppe überträgt die technische und kaufmännische Betriebsführung für ihr Onshore-Windpark-Portfolio auf die BayWa r.e. Das Portfolio umfasst 112 Windenergieanlagen in Frankreich und Deutschland mit einer Gesamtleistung von über 300 MW. „Die Gesamtbetreuung aus einer Hand lässt uns auf Kapitalanlegerseite kostengünstiger und fokussierter arbeiten, weil wir Bearbeitungs- und insbesondere Reportingprozesse deutlich vereinfachen und uns so mehr auf Wertsteigerungen im Portfolio ausrichten können“, fasst Peter Brodehser, Head of Infrastructure Investments der Talanx zusammen.

Die Talanx AG, ein börsennotierter Versicherungskonzern mit Sitz in Hannover, baut eigenen Angaben zufolge kontinuierlich ihre Investments in regenerative Energien und klimafreundliche Technologien aus. Die Gruppe habe bereits mehr als 1,3 Mrd. € in erneuerbare Energien (Wind und Solar) direkt investiert. Im April hatte sie ihre Zeichnungspolitik bei Kohle definiert und versichert ab sofort keine neuen Risiken bei neu geplanten Kohlekraftwerken und -minen. In der Kapitalanlage setzt der Konzern seine bisherige Politik fort, keine neuen Investments in Unternehmen mit einem kohlebasierten Umsatzanteil von mindestens 25 Prozent zu tätigen.

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