Mehr als vier Terawattstunden Strom haben die deutschen Onshore- und Offshore-Windenergieanlagen allein in der vergangenen Woche erzeugt. Die Potenziale der Technologie für die Energiewende sind dabei noch bei Weitem nicht ausgeschöpft. Die Europäische Kommission will nun beim Thema Offshore-Wind Gas geben: Bis 2050 sollen in den europäischen Meeren Windenergieanlagen mit einer Leistung von 300 Gigawatt stehen.

Ausgabe 48.2020 von EUWID Neue Energie steht ganz im Zeichen der Windenergie. Auf dem Titel stellen wir die ehrgeizigen Pläne der Kommission in Sachen Offshore-Windenergie vor. Groß sind aber auch die ungenutzten Potenziale im Bereich der Onshore-Windenergie, wie eine aktuelle Analyse der Deutschen WindGuard zeigt. Würden zwei Prozent der Landesfläche für die Windenergie (mit heutiger Technik) bereitgestellt, könnte die jährliche Stromerzeugung auf rund 500 TWh steigen – das wäre die aktuelle Größenordnung des Stromverbrauchs in Deutschland, der allerdings im Zuge der Sektorkopplung in den kommenden Jahren deutlich steigen dürfte.

Die Weichenstellungen im aktuellen EEG-Entwurf sind nach Einschätzung vieler Experten nicht geeignet, das energetische Potenzial der Windenergie in dieser Weise zu nutzen. Darauf macht auch eine Wortmeldung der Denkfabrik Agora Energiewende aufmerksam, die sechs Vorschläge für ein Sofortprogramm zur Stärkung der Onshore-Windenergie formuliert hat. Was die Sachverständigen im Zuge der EEG-Anhörung im Bundestag zur Windenergie und weiteren strittigen Fragen rund um das Gesetz zu sagen hatten, lesen Sie hier. (Nachweis für Beitragsbild: twixter – stock.adobe.com)

Im Bereich der Bioenergie beinhaltet die neue Ausgabe von EUWID Neue Energie den aktuellen Marktbericht, der die Preis- und Mengenentwicklungen im Bereich des Segments NawaRo-Holz nachzeichnet.

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