Windenergie: Offshore-Branche plant 18,2 Mrd. Euro an Investitionen

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Die europäische Offshore-Branche wird in den nächsten Jahren 18,2 Mrd. € in neue Windparks investieren. Damit sollen im Rahmen von elf Projekten zusätzliche 4,9 GW an Kapazität in fünf europäischen Ländern errichtet werden. Davon befindet sich die Hälfte in Großbritannien, teilte der europäische Windenergieverband Windeurope jetzt mit.

Im vergangenen Jahr wurden neue Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1,5 GW in drei Ländern neu installiert, 48 Prozent weniger als im Vorjahr. Sie verteilten sich auf sieben Windparks in Deutschland (813 MW), den Niederlande (691 MW) und Großbritannien (56 MW). Es handelt sich um insgesamt 338 Windenergieanlagen mit einer durchschnittlichen Größe von 4,8 MW, im Jahr 2015 lag die Durchschnittsgröße der Anlagen noch bei 4,2 MW. Im Jahr 2016 wurden erstmals Acht-MW-Turbinen eingesetzt, und zwar im Vereinigten Königreich. Europa verfügt nach Angaben des Branchenverbandes nun über eine installierte Gesamtleistung von 12.631 MW aus 3.589 netzgekoppelten Windenergieanlagen in zehn Ländern. „Wir haben in den letzten zwei Jahren jeden Tag in Europa in Schnitt eine Offshore-Windkraftanlage installiert. Mit einer starken Pipeline an neuen Projekten erwarten wir, dass die Zahlen in den nächsten vier Jahren schnell steigen“, erklärte der Verbandsvorsitzende Giles Dickson.

Insgesamt rechnet Windeurope für das Jahr 2017 mit einem Offshore-Zubau in Höhe von drei GW. Dickson geht davon aus, bis zum Jahr 2020 eine Gesamtkapazität von 25 GW zu erreichen. Das sei das Doppelte des heutigen Niveaus. Allerdings hätten bisher nur Deutschland, die Niederlande und Großbritannien Ausbauziele für die Offshore-Windenergie bis zum Jahr 2030 festgelegt, andere Länder jedoch nicht. Jetzt sei es an der Zeit, dies zu tun, so der Verbandschef. Unter dem Strich müsse Europa das starke Wachstum des Offshore-Winds aufrechterhalten, um die Energiewende zu ermöglichen. Dies sei zunehmend erschwinglich. Die Ergebnisse der letzten Ausschreibungen hätten gezeigt, dass Offshore-Wind jetzt wettbewerbsfähig sei im Vergleich mit den anderen Formen der Stromerzeugung.

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