Windenergie: 2017 will die Prokon eG ihren Umsatz auf 110 Mio. € steigern

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Durch das verstärkte Vorantreiben von Projekten in Deutschland will die Prokon eG ihren Umsatz auf etwa 110 Mio. Euro steigern. Das kündigte die Windenergie-Genossenschaft, die 2016 ihre Mitgliederzahl um rund 1.000 auf gut 39.000 steigerte, jetzt auf ihrer Generalversammlung an. Unter dem Strich strebt die Prokon eG im laufenden Geschäftsjahr 2017 ein positives Vorsteuer-Jahresergebnis im einstelligen Millionenbereich an.

Wie November 2016 avisiert, hätten im Wesentlichen die deutlich verschlechterten politischen Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien in Polen und Finnland die Geschäftsentwicklung der Prokon eG im vergangenen Jahr belastet und zu einem negativen Jahresergebnis nach Steuern von 75,8 Mio. € beigetragen. In beiden Ländern ist die Prokon eG aktiv. Zu der negativen Ergebnisentwicklung habe unter anderem auch die historisch schwache Windernte 2016 beigetragen.

Leider hat sich das politische Klima gegenüber den erneuerbaren Energien vor allem in Polen 2016 deutlich verschlechtert“, kritisierte Prokon-Vorstand Henning von Stechow. Anstatt die Risiken durch den Klimawandel ernst zu nehmen, setzten manche Länder auf konventionelle Energieträger und stärkten damit die Industrien, die daran verdienen. Das sei eine sehr kurzsichtige Politik“, erklärte Prokon-Vorstand Heiko Wuttke.

Technische Verfügbarkeit von mindestens 97 Prozent angestrebt

Für die Prokon eG würden damit die Sicherstellung einer hohen technischen Verfügbarkeit ihrer bestehenden Anlagen sowie neue Windparkprojekte insbesondere in Deutschland immer wichtiger. „2016 hat die Prokon eG eine hervorragende technische Verfügbarkeit von durchschnittlich 98 Prozent erzielt. Damit konnten wir auch den Ertragsrückgang infolge der schwachen Windernte ein Stück weit ausgleichen“, so Wuttke. Für 2017 strebe die Genossenschaft erneut eine technische Verfügbarkeit von mindestens 97 Prozent an. Zudem wolle die Prokon eG ihre Dienstleistungen in der technischen Betriebsführung verstärkt auch lokalen Energiegenossenschaften und anderen Windparkbetreibern anbieten.

Gut gefüllte Projektpipeline

Die Windenergie-Genossenschaft will 2017 Projekte mit einer Kapazität von rund 100 MW bauen und in Betrieb nehmen, erklärte Prokon-Vorstand Henning von Stechow. Zuletzt wurde die installierte Leistung um rund 50 MW auf gut 600 MW gesteigert. Derzeit befinden sich vier Windenergieprojekte im Bau. Zudem will die Genossenschaft den Angaben zufolge noch im laufenden Geschäftsjahr mit dem Bau von drei weiteren Windparks beginnen, davon zwei in Rheinland-Pfalz mit einer Gesamtleistung von 22,2 MW sowie einer in Brandenburg mit 9,9 MW. Um die längerfristigen Ertragschancen der Prokon eG weiter zu stärken, werden für 2017 darüber hinaus Genehmigungen für neue Windparks mit einer Nennleistung von mindestens 70 MW angestrebt. Prokon prüft dabei auch die Möglichkeit, Projekte gemeinsam mit Partnern zu betreiben.

Anzahl der Stromkunden steigern

Gleichzeitig will die Prokon eG die Anzahl ihrer Stromkunden steigern. Seit April 2017 trage der Prokon Strom Deutschlands das Ökosiegel ok-power-plus. Bereits zu Jahresbeginn habe Prokon für Stromkunden, die sich für eine Welt mit 100 Prozent erneuerbaren Energien einsetzen, zudem einen Bonus von 0,5 Cent auf jede verbrauchte kWh eingeführt. Diesen Bonus auf Prokon-Strom erhalten Kunden, die Mitglieder der Prokon eG oder einer anderen Energiegenossenschaft sind.

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