Windbranche steuert 32 Mrd. € zum EU-weiten Bruttoinlandsprodukt bei

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Trotz Wirtschaftskrise trägt die Windenergie in der Europäischen Union zu Wachstum bei. Wie aus dem aktuell veröffentlichten Report „Green Growth“ des europäischen Windenergieverbandes (EWEA) hervor geht, ist der Beitrag der Windbranche zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der EU von 2007 bis 2010 um rund ein Drittel auf rund 32 Mrd. € gestiegen – und zwar in einer ansonsten rückläufigen EU-Wirtschaft.

Mit fünf Prozent ihrer Ausgaben investierte die Branche dreimal so viel wie der EU-Durchschnitt in Forschung und Entwicklung. Insbesondere die Hersteller von Windenergieanlagen steckten etwa zehn Prozent ihres Gesamtumsatzes in Forschung und Entwicklung, heißt es in dem Report der anlässlich der Jahreskonferenz des europäischen Windverbandes EWEA in Kopenhagen vorgestellt wurde.

Auch die Zahl der Arbeitsplätze habe sich in diesem Zeitraum um 30 Prozent auf rund 240.000 erhöht, teilte EWEA anlässlich der internationalen Windenergiemesse letzte Woche in Kopenhagen mit. Auch mit Blick auf die Steuereinnahmen spielt die Bedeutung der Windenergiebranche eine zunehmende Rolle. Insgesamt 3,6 Mrd. € Steuern zahlten die Unternehmen der Windbranche im Jahr 2010. Das ist 50 Prozent mehr als noch im Jahr 2007, so der EWEA-Bericht. Bis zum Jahr 2020 wird der Anteil der Windbranche am europäischen Bruttoinlandsprodukt weiter zunehmen. Die Autoren des EWEA-Berichts rechnen mit einem Anteil von 94,5 Mrd. €, was einer Verdreifachung des Branchenanteils in den nächsten zehn Jahren gleichkommen würde. Bis 2030 wird die Windindustrie 173 Mrd. € zum BIP beitragen. Voraussetzung hierfür sei jedoch die Schaffung stabiler Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien bis 2020 und energiepolitische Vorgaben für den Zeitraum danach.


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