Wiesbadener Mieterstromprojekt von ABO Wind „erfolgreich etabliert“

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Das Wiesbadener Mieterstromprojekt von ABO Wind „Unter den Eichen 7“ hat sich nach Angaben des Projektentwicklers erfolgreich etabliert. Das Unternehmen beliefere bereits seit einem Jahr die Mieter des Wiesbadener Gewerbeparks mit Strom und Wärme, teilte ABO Wind anlässlich der jetzt erfolgten Installation einer Redox-Flow-Batterie mit, die das Energieversorgungskonzept noch effektiver machen soll. Die rund 1,2 m² große und eine Tonne schwere Batterie speichert Strom, wenn er nicht vor Ort benötigt wird. „Damit ist die Batterie eine ideale Ergänzung für unser Energiekonzept“, erklärt Mike Luther, Leiter der zuständigen Wärmeabteilung bei ABO Wind, die in Wiesbaden bereits vor einem Jahr zwei Blockheizkraftwerke und eine Photovoltaik-Anlage installiert hat. Im ersten Jahr haben die Anlagen rund 300.000 kWh Strom produziert. Der Bedarf der Mieter lag bei 235.000 kWh. „Also haben wir schon jetzt eine bilanzielle Vollversorgung“, so Luther. Angestrebt werde nun eine tatsächliche Vollversorgung. So werde die Versorgung des Standorts unabhängiger von externer Stromversorgung und damit auch immun gegen Preisschwankungen. Außerdem trage das Konzept dazu bei, Umweltbelastungen zu minimieren Im gesamten Gebäudekomplex des Gewerbeparks gibt es den Angaben zufolge derzeit 40 Stromabnehmer. ABO Wind beliefere 26 davon mit Strom. „Begonnen haben wir mit 24. Im Laufe des Jahres kamen zwei weitere Kunden dazu“, so Luther. Gekündigt habe bislang keiner. Durch Smart Meter könnten die Kunden beispielsweise über ein Webportal ihren Live-Verbrauch betrachten, kumulierte Monatsdaten erfassen oder den Energieverbrauch während eines kompletten Tages, gemessen in Zwei-Sekunden-Takten, im Detail analysieren. „Die Technik der Redox-Flow-Batterie lässt sich sowohl in Kombination mit Blockheizkraftwerken als auch mit Windenergieanlagen einsetzen“, erläuterte der Leiter der Zukunftsabteilung bei ABO Wind, Thomas Nietsch. Die auf dem Gewerbepark eingesetzte Redox-Flow-Batterie ist von Volterion und verfügt über zwei kW Leistung und eine Kapazität von zehn kWh. Anders als bei Modellen anderer Hersteller sei der so genannte Stack zur Stromerzeugung nicht geschraubt, sondern geschweißt und daher wesentlich kompakter. Im einjährigen Feldversuch werde die Technik nun in der Praxis erprobt. „Wenn sie sich bewährt, wollen wir die Batterie durch eine leistungsstärkere mit zehn bis 15 kW ersetzen“, so Nietsch. Neben der Redox-Flow-Batterie sollen an dem Standort perspektivisch auch andere Speichertechnologien getestet und durch ein intelligentes Energiemanagementsystem gesteuert werden.

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