Wie wirkt die Einspeisung erneuerbarer Energien auf das Stromnetz?

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Offshore-Windpark
Bildquelle: Michael Rosskothen / Fotolia

Ein neues Forschungsprojekt thematisiert die detaillierte Einspeisung erneuerbarer Energien und deren Auswirkungen auf das Stromnetz. Um eine genaue orts- und zeitaufgelöste Kenntnis der Einspeise- und Bedarfsmengen zu schaffen, wird im Projekt Geowisol2 die Einspeisung von Energieträgern wie Offshore-Windenergie, Biogas, Wasserkraft detailliert untersucht, berichtet die Stiftung Offshore-Windenergie.

Die darin gewonnenen Erkenntnisse könnten somit die Entwicklung von Netzausbauvorhaben und Sektorenkopplungsprojekten wie den Einsatz von Speichern unterstützen.

Im Vorgängerprojekt Geowisol wurde bereits eine Datenbank mit ortsaufgelösten Einspeisemengen von Strom aus regenerativen Energiequellen erstellt, die die Einspeise- und Bedarfsmengen als 15-Minuten Mittelwerte und mit einer Ortsauflösung im 2-stelligen Postleitzahlbereich bereitstellt. Die Einspeisung von Offshore-Windenergie in das Stromnetz wurde damals jedoch noch nicht detailliert berücksichtigt.

Einspeisedaten von Offshore-Wind, Biogas und Wasserkraft hinzufügen

Ziel von Geowisol 2 ist, die Einspeisedaten der weiteren Energiequellen Offshore-Wind, Biogas und Wasserkraft hinzuzufügen und die ermittelte geografische Aufteilung auf die im Netz vorhandenen realen Stromtrassen abzubilden, um die vorhandene Datenbasis zu erweitern. Darauf aufbauend sollen die Übertragungsmengen im gegenwärtigen Ausbauzustand sowie für zukünftige Zubau-Szenarien im Zeitverlauf analysiert und bewertet werden. Hierbei soll insbesondere auch die Integration der Offshore-Windenergie berücksichtigt werden.

Das Teilvorhaben „Integration von Offshore-Windenergie und Definition von Ausbauszenarien“ der Stiftung Offshore-Windenergie umfasst hierbei insbesondere die Einbindung der Offshore-Windenergie-Einspeisungen in die Datenbank. Die Offshore-Windenergie habe durch Ihren intensiven Ausbau in den vergangenen Jahren für den deutschen Strommarkt an Bedeutung gewonnen und soll aus diesem Grund in dem neuen Projekt besonders berücksichtigt werden.

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Projekt vom BMWi gefördert

Projektkoordinator ist das Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (Bimaq) an der Universität Bremen. Zu den Verbundpartnern gehören neben der Stiftung Offshore-Windenergie die Deutsche WindGuard GmbH sowie die Energy & meteo systems. Das Projekt hat eine Laufzeit von 3 Jahren (Januar 2019 bis Dezember 2021) und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Leitfaden Einspeisemanagement 3.0 der Bundesnetzagentur (BNetzA): Was nun?

 

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