Wie viel Wasserstoff vertragen Gasmotoren?

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Symbolbild-Wasserstoff
Quelle: malp - stock.adobe.com

Wie wirkt sich ein höherer Wasserstoffanteil im Gasnetz auf heutige Technologien, und insbesondere auf Verbrennungsmotoren in Fahrzeugen oder Blockheizkraftwerken, aus? Das untersucht ein Projekt des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen (FVV), das Ende Januar gestartet wurde. Nach Angaben des DVGW betrachten die Forscher im Rahmen des Projekts, wie viel Wasserstoff die Gasmotoren vertragen und wie Technologien sowie Gasnetze am besten angepasst werden können.

Ziel ist es, gemeinsam mit Fahrzeug- und Motorenherstellern den praktikabelsten und wirtschaftlich günstigsten Weg hin zu mehr Wasserstoff aufzuspüren. FVV und DVGW fördern die wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel „H2 in the Gas Network and Interaction with Gas Engines“ mit einem Budget von insgesamt 560.000 €. Der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten liegt vorerst in Deutschland und soll perspektivisch auf Europa ausgeweitet werden.

Leitungen und Komponenten der Gasinfrastruktur müssen fit für Wasserstoff werden

„Wasserstoff ist ein zentraler Eckpfeiler der nachhaltigen Energieversorgung“, sagte der DVGW-Vorstandsvorsitzende Gerald Linke. „Durch das Forschungsvorhaben erhoffen wir uns die notwendigen wissenschaftlichen Erkenntnisse, um Leitungen und Komponenten der Gasinfrastruktur fit für Wasserstoff zu machen. Ohne die Einbeziehung von Wasserstoff als wichtige Komponente in der zukünftigen Versorgung wird die Energiewende nicht gelingen. Das Forschungsprojekt ist daher nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht von großer Bedeutung, sondern hat eine gesellschaftliche Relevanz“.

Konsortium leitet Projekt über zwei Jahre

Das Projekt ist auf die Dauer von zwei Jahren angelegt und wird von einem Konsortium aus mehreren renommierten Instituten durchgeführt: der DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut, dem Gastechnologischen Institut in Freiberg (DBI-GTI), dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Think Tank Frontier Economics.

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