Wie schneidet Deutschland bei der Elektromobilität im internationalen Vergleich ab?

118
Elektrofahrzeug an Ladesäule
Bildquelle: Eisenhans / Fotolia

Durch den Dieselskandal ist die Elektromobilität in Deutschland mehr denn je in den Fokus geraten und die Zulassungszahlen für neue Elektrofahrzeuge liegen im ersten Halbjahr 2017 auf ähnlicher Höhe wie im gesamten Vorjahr. International betrachtet kann Deutschland mit seinem Marktanteil an Elektrofahrzeugen allerdings keinen Blumentopf gewinnen.

Den größten Anteil wies im vergangenen Jahr Norwegen mit knapp 29 Prozent auf, gefolgt von den Niederlanden mit rund 6,4 und Schweden mit 3,4 Prozent. Deutschland kommt hingegen nur auf einen Anteil von 0,73 Prozent, auch China schneidet mit 1,37 Prozent nicht viel besser ab. Allerdings entspricht der chinesische Anteil einer enormen Anzahl an Fahrzeugen, nämlich rund einem Drittel der rund zwei Mio. Elektrofahrzeuge weltweit.

EUWID Neue Energie - 3 Wochen gratis testen
EUWID Neue Energie – 3 Wochen gratis testen

Auch Polen, Russland und Tschechien fördern die Elektromobilität

Diese Zahlen gehen aus einer IEA-Studie hervor, die EUWID Neue Energie in der heute erschienenen Ausgabe 34/2017 vorstellt. Dass auch Länder wie Russland, Polen und Tschechien die Elektromobilität fördern, zeigen weitere Berichte in dieser Ausgabe. Sowohl Polen als auch Russland planen die Produktion von Elektrofahrzeugen, in Polen sollen sogar Akkus produziert werden. In Deutschland kommt es hingegen immer häufiger zu kritischen Tönen gegenüber der Elektromobilität. So befürchten Bayern und Baden-Württemberg beispielsweise einen künftigen Stromengpass durch die steigende Stromnachfrage.

Weltweit wird die Energiewende durch technologische Innovationen vorangetrieben

Auch andere internationale Projekte zeigen, dass die Energiewende in vielen Ländern voranschreitet und technische Innovationen mit sich bringt. Ein Beispiel ist der erste schwimmende Windpark „Hywind“, der derzeit vor der schottischen Küste errichtet wird. Ein anderes beeindruckendes Projekt ist ein solarthermisches Kraftwerk mit Flüssigsalzspeicher, das in Südaustralien errichtet wird und als weltweit größtes seiner Art gilt.

Weitere Themen in EUWID Neue Energie 34/2017:

1Neue Studie: Bei Energiekunden kommen neue vertriebliche Ansätze sehr gut an

Neue vertriebliche Ansätze im Energiemarkt, bei denen der Strom- oder Gasvertrag
mit hochwertiger Hardware gekoppelt wird, kommen laut einer neuen Studie von Kreutzer Consulting und Nordlight Research bei den deutschen Verbrauchern sehr gut an.

2Forscher gewinnen Ammonium für Rauchgasreinigung aus Trübwasser

Im Rahmen des dreijährigen Forschungsprojekts „ReNOx“ ist in Österreich ein neues Verfahren zur Abtrennung von Ammonium aus dem Trübwasser der Kläranlage Knittelfeld erfolgreich getestet worden. In einem geplanten Folgeprojekt sollen Gärreste aus Biogasanlagen genutzt werden.

3Gasag-Gruppe investiert 32 Mio. € in Photovoltaik

Die Gasag-Gruppe setzt künftig auch wieder verstärkt auf Solarstrom. Wie die Gasag berichtet, investiert die Gruppe in den nächsten zwei bis drei Jahren in Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt fast 40 MW.

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein