Wie nachhaltig ist Biomasse-Nahwärme in Österreich?

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Bäume-Wald-Biomasse-Sonne
Quelle: EUWID

Die Wärmeerzeugung in mehr als 2.000 österreichischen Biomasseheizwerken, die zehntausende Wärmekunden mit rund 6.400 GWh regionaler und erneuerbarer Wärme versorgen, ist nachhaltig. Das zeigt klimaaktiv, die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus, in der Broschüre „Biomasse-Nahwärme in Österreich“.

Etwa 80 Prozent des genutzten Holzes durchlaufe die stofflichen Nutzungspfade in Form von Sägerundholz und Industrierundholz, nur etwa 20 Prozent würden als Brennholz und Hackgut der direkten energetischen Nutzung zugeführt.

Es wächst mehr Holz nach als genutzt wird

Österreich zählt zu den am stärksten bewaldeten Staaten in Europa und seit Jahrzehnten wächst in Österreich jährlich mehr Holz als genutzt wird. Im Detail liegt der jährliche Holzzuwachs im Ertragswald bei 30,4 Mio. Vorratsfestmetern, die jährliche Nutzung fällt mit rund 26 Mio. deutlich geringer aus. Jedes Jahr nimmt die Waldfläche so um 4.000 Hektar zu, heißt es in der Broschüre.

Schadholz muss möglichst rasch genutzt werden

Durch Stürme, Wind- und Schneebruch fallen neben der planmäßigen Bewirtschaftung stets auch größere Mengen Schadholz an. Im Jahr 2017 betrug diese Menge 6,5 Mio. Erntefestmeter oder 37 Prozent des gesamten Holzeinschlags. Da Schadholz die Ausbreitung des Borkenkäfers begünstigt, muss dieses möglichst rasch genutzt werden. Nur durch eine funktionierende Forstwirtschaft können ein gesundes Waldökosystem aufrechterhalten werden.

Die Broschüre steht hier zur Verfügung.

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