Wie lässt sich die Energieeffizienz von Wärmepumpen verbessern?

223
ISFH-Waermepumpe
Quelle: ISFH

Ein neues Projektinfo des BINE-Informationsdienstes befasst sich mit den Möglichkeiten, die Energieeffizienz von Wärmepumpenanlagen zu verbessern.

Die Broschüre „Welche Wärmequellen sind optimal für Wärmepumpen“ (06/2018) stellt dazu zwei Ansätze vor.

Aus dem Institut für Gebäude- und Solartechnik an der Uni Braunschweig stammt ein neues Informations- und Planungswerkzeug für die frühe Planungsphase. Es unterstützt Planer, aus dem großen Spektrum an Wärmequellen und -übertragern die projektspezifisch optimale Lösung auszuwählen, berichtet der BINE Informationsdienst.

Planungs- und Informationstool für erdgekoppelte Wärmepumpenanlagen

BINE-INFO-Waermepumpe
Quelle: BINE Infodienst

Die Braunschweiger Wissenschaftler haben ein Planungs- und Informationstool entwickelt, um in der Anfangsphase eines Projekts die geeigneten Komponenten für eine erdgekoppelte Wärmepumpenanlage schneller und mit größerem Überblick auswählen zu können.

 

Lesen Sie hier weitere Nachrichten über Wärmepumpen.

Die Software beinhaltet eine Bibliothek mit Spezifikationen marktverfügbarer Wärmepumpen und Wärmeübertrager und soll eine schnelle energetische und ökonomische Bewertung von Anlagenvarianten ermöglichen. Das Tool WPSource sei ab Herbst 2018 verfügbar.

Flächenbedarf von Erdwärmekollektoren verringern

Daneben haben Forscher am Institut ISFH in Emmerthal ein Konzept entwickelt, mit dem der Flächenbedarf von Erdwärmekollektoren verringert werden kann. Wärmepumpenanlagen mit horizontalen Erdkollektoren weisen gegenüber Systemen mit Außenluft als Wärmequelle eine höhere Energieeffizienz auf, beanspruchen aber große Flächen. Mit dem Konzept des ISFH kann der Flächenbedarf um etwa 50 Prozent reduziert werden, heißt es.

Dazu wird das Netz von Kollektorrohren im Erdreich dichter verlegt. Das erhöht zwar die Gefahr von kritischen Frostzuständen im Erdreich. Doch mit solarer Wärme von einfachen, unverglasten Solarabsorbern kann der Boden thermisch regeneriert werden. Zur genaueren Analyse des Konzepts haben die Forscher in Kooperation mit Partnern ein Simulationsmodell für Erdwärmekollektoren entwickelt und mit Daten einer prototypischen Anlage experimentell validiert. Parameterstudien zeigen, wie solche hybriden Anlagen optimal ausgelegt werden.

BWP: Wärmepumpe zunehmend anerkannt als Standardheizsystem für den Neubau

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein