Wie ernst meint es die Gasbranche mit „grünen“ Gasen? Die Idee, fossile Energieträger Schritt für Schritt durch regenerative – sei es Biomethan oder Produkte aus dem Power-to-Gas-Bereich – zu ersetzen, ist für sich genommen sehr ansprechend. Allerdings sind die regenerativen Alternativen zu Erdgas gegenwärtig deutlich teurer. Ein Problem, das auch perspektivisch Bestand hat, zumal sich Russland und die USA in ihrem Bemühen, Europa mit billigem fossilen Gas zu beliefern, gegenseitig überbieten.

Insofern ist die Gefahr, dass das Bekenntnis zu grünen Gasen zunächst einmal aus Imagegründen leicht über die Lippen kommt, gegeben. Ein Vorstoß von mehr als 60 Unternehmen der Thüga-Gruppe macht nun aber deutlich, dass die Branche es durchaus ernst meint mit dem Thema.

Auf dem Titel der jetzt erschienenen Ausgabe 28/2019 von EUWID Neue Energie befassen wir uns mit dem Vorschlag der Thüga-Gruppe. Im Kern geht es darum, bis zum Jahr 2030 einen Anteil von 25 Prozent grüner Gase am Gasverbrauch im Nicht-ETS-Bereich sicherzustellen. Was dazu erforderlich wäre und wie die Erneuerbaren-Branche den Vorstoß bewertet, lesen Sie hier.

Ein großes Potenzial für „grünes Gas“ bietet einer jetzt vorgelegten Studie zufolge die Biomasse in Österreich. Dabei ist die Nachhaltigkeit der Biomassenutzung die Grundvoraussetzung. „Der Fokus der Studie lag auf einem realistischen Szenario, das Nutzungskonkurrenzen mit aktuellen stofflichen und energetischen Nutzungen vermeidet und bei keiner der untersuchten Biomassen über die Nachhaltigkeitsgrenzen geht“, sagt Studienautor Christoph Strasser. Lesen Sie hier den kompletten Bericht.

Unter dem Titel „Power-to-Gas: Potenziale, Grenzen und Geschäftsmodelle“ bietet EUWID Neue Energie ein Report & Dossier-Produkt zum Thema an. Es umfasst eine im Juli 2019 erschienene Sonderpublikation zu den aktuellen Trends und Entwicklungen rund um Power-to-Gas sowie den einjährigen Online-Zugriff auf sämtliche Texte, die im gleichnamigen Online-Dossier hinterlegt sind. Weitere Infos und eine Bestellmöglichkeit des Power-to-Gas-Infopakets finden Sie hier.

Der Blick über die deutschen Grenzen hinaus lohnt sich auch, wenn es um die Bewertung der Potenziale von Power Purchase Agreements (PPA) geht. Aktuelle Projekte in Spanien und Frankreich zeigen, dass sich das Thema in eine neue Größenordnung bewegt. Mehr dazu auch im EUWID-PPA-Dossier.

Redaktionstipp in dieser Woche:

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein