„Wer die Solarenergie als Geisel nimmt, wird an klimapolitischer Glaubwürdigkeit deutlich verlieren“

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Der Verlauf der Debatte um die Abschaffung des 52-GW-Deckels für die Photovoltaik stößt auf Unverständnis in der Solarbranche. Offenbar macht der Wirtschaftsflügel der CDU seine Zustimmung zur Abschaffung des Ausbaudeckels, ab dem neue Photovoltaikanlagen nicht mehr über das EEG gefördert werden sollen, von Zugeständnissen mit Blick auf die Windenergieabstandsflächen abhängig.

„Solarenergie ist längst auch ‚Sympathieträger’ konservativer Wählergruppen. Wer sie als ‚Geisel’ nimmt und beim Klimaschutz bremst, wird an klimapolitischer Glaubwürdigkeit deutlich verlieren“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands BSW, Carsten Körnig. In Richtung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appellierte er, die Solarenergie zu entfesseln. „Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Sie brauchen eine dynamische und lebendige Solarbranche an Ihrer Seite, um die Klimaschutzlücke zu schließen und eine Strom-Erzeugungslücke zu vermeiden.“

Wir fordern den CDU-Wirtschaftsflügel um den wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion aus Waiblingen, Dr. Joachim Pfeiffer, auf, den Widerstand gegen die Abschaffung des 52-GW-Deckels endlich aufzugeben.
– Jörg Dürr-Pucher, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg

Auch die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg übt scharfe Kritik. „Wir fordern den CDU-Wirtschaftsflügel um den wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion aus Waiblingen, Dr. Joachim Pfeiffer, auf, den Widerstand gegen die Abschaffung des 52-GW-Deckels endlich aufzugeben“, sagt Jörg Dürr-Pucher, Vorsitzender der Plattform. Nachdem der Ausbau der Windenergie abgewürgt wurde, dürfe sich das im Solarmarkt „keinesfalls wiederholen“.

Für Baden-Württemberg ist der Ausbau der Photovoltaik besonders wichtig, denn hier wird die Photovoltaik zukünftig der Hauptproduzent von elektrischem Strom sein. „Für günstige Strompreise, Versorgungssicherheit und Klimaschutz braucht es den deutlichen Ausbau der Photovoltaik. „Das sollten Energiepolitiker aus Baden-Württemberg auch dann bedenken, wenn sie aus ideologischen Gründen seit Jahrzehnten gegen die Energiewende kämpften“, so Dürr-Pucher.

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