Weltweite Investitionen in „grüne“ Energien in der ersten Jahreshälfte zurückgegangen

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Die weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien und „grüne“ Technologien sind im ersten Halbjahr 2016 um ein knappes Viertel zurückgegangen. Das zeigen aktuelle Analysen von Bloomberg New Energy Finance (BNEF). Im zweiten Quartal wurde im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres zwar ein Zuwachs der in die Transformation der Energiesysteme investierten Mittel festgestellt. Gegenüber dem Vorjahresquartal sind die Umsätze aber deutlich gesunken.

EUWID Neue Energie befasst sich auf dem Titel der jüngsten Ausgabe 29/2016 vom 20. Juli mit den Ergebnissen der BNEF-Analyse. Mit 80 Nachrichten, Berichten und Analysen zur Energiewende auf 28 Seiten informiert EUWID Neue Energie in kompakter Form über die aktuellen Entwicklungen rund um die Energiewende in Deutschland und weltweit. Die Themen der Ausgabe können hier abgerufen werden.

Auch der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) nutzt die „Post-EEG“-Phase, um Bilanz zu ziehen über das erste Halbjahr. Demnach ist der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in den ersten sechs Monaten von 30,8 Prozent im Vorjahr auf 32,8 Prozent gestiegen. Übermäßigen Grund zur Freude sieht der BEE aber nicht. Das liegt auch daran, dass die Energiewende am Wärmemarkt und im Verkehrsbereich nicht wirklich vorankommt und der Gesamtanteil der Erneuerbaren am Endenergieverbrauch daher erst bei 15 Prozent liegt. „15 Prozent erneuerbare Energie – im Umkehrschluss heißt das, bis zur Dekarbonisierung liegen noch 85 Prozent vor uns“ so BEE-Geschäftsführer Hermann Falk.

Dass die Energiewende nicht in ungebremsten Tempo voranschreitet, zeigen auch aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts für das Berichtsjahr 2014. Hier zeigt sich der dramatische Rückgang der Umsätze im Bereich der Solarenergie: Zwischen 2011 und 2014 sind die Branchenumsätze um drei Viertel geschrumpft – von mehr als 14 Mrd. € auf 3,68 Mrd. € im Jahr 2014. Auch den Markteinbruch bei der Bioenergie im Jahr des Inkrafttreten des EEG 2014 dokumentieren die Zahlen: Die Umsätze verringerten sich von 1,72 Mrd. € auf 1,27 Mrd. €. Besonders betroffen dabei das Segment der biologisch-chemischen Umwandlung von Biomasse, etwa im Zuge der Vergärung in Biogasanlagen. Hier halbierten sich die Umsätze annähernd auf 521 Mio. €.

Weitere Themen von EUWID Neue Energie befassen sich diesmal mit den energetischen Potenzialen der Nutzung von Schnittholz aus dem Obst- und Weinbau, der kontroversen Diskussion um ein mögliches Verbot von Gas- und Ölheizungen im Zuge des Klimaschutzplans 2050 und eine Testanlage des DLR für die Wärmespeicherung in geschmolzenem Salz.

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