Wie hat sich der Paradigmenwechsel im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ausgewirkt, nach dem mehr und mehr Neuanlagen ihren Förderanspruch im Zuge von Ausschreibungen gewinnen müssen? Diesem Themenkomplex hat sich das Umweltbundesamt (UBA) in einer aktuellen Analyse gestellt. Im Fokus der Ausarbeitung steht die Frage, welchen Einfluss Ausschreibungen auf Akteursvielfalt, Bürgerbeteiligung und Wettbewerb ausüben.

EUWID Neue Energie widmet sich in Ausgabe 28.2021 auf dem Titel mit der UBA-Studie. Das Bild, das die Dessauer Behörde zeichnet, ist durchaus vielschichtig. Gleichwohl zeigen sich an der einen oder anderen Stelle Tendenzen, die eine abnehmende Akteursvielfalt und damit Gefahren für Wettbewerb einerseits und Bürgerbeteiligung und „Demokratisierung“ der Energiewende andererseits beinhalten. „Bei der großen PV zeigen sich Anzeichen einer verschlechterten Wettbewerbssituation seit Beginn der Ausschreibungen hinsichtlich deutlich angestiegener Konzentrationsraten sowie dem massiven Anstieg an Großunternehmen und Projektentwicklern“, heißt es etwa in der Analyse.

Fragen zum Kräftegleichgewicht zwischen großen etablierten Unternehmen am Energiemarkt und kleinen dezentralen Akteuren wirft auch der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft auf. Vor allem geht es aktuell aber um die Frage, wie sich die Erzeugung von Wasserstoff in absehbarer Zeit wirtschaftlich darstellen lässt.

Der Nationale Wasserstoffrat (NWR) hat jetzt den „Wasserstoff Aktionsplan Deutschland 2021 – 2025“ vorgestellt, der 80 Vorschläge zur Flankierung des Markthochlaufs für die nächste Bundesregierung beinhaltet. Welche Schwerpunkte der NWR setzt und an welchen Stellschrauben die kommende Bundesregierung aus Sicht des Rates drehen sollte, lesen Sie hier. (Quelle für Beitragsbild: Eberhard – stock.adobe.com)

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