Die Energiewende ist weit mehr als eine Stromwende. Und deshalb trügt bisweilen der Blick auf hohe Anteile von erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung. Im Wärme- und Verkehrsbereich und auch in der Industrie wird noch immer sehr viel Energie eingesetzt, die auf fossilen Quellen beruht. Der Druck wächst, auch in diesen Bereichen Fortschritte zu erreichen – und zwar schnelle. Ein gerade für die kommunalen Energieversorger sehr wichtiges Thema ist dabei die Zukunft der Wärmenetze.

Im Titelbereich von EUWID Neue Energie 31.2021 befassen wir uns mit den Rahmenbedingungen für eine „grüne“ Fernwärme. Eine Studie des Fraunhofer IEE weist den Großwärmepumpen in diesem Kontext eine zentrale Rolle zu. Gerade in städtischen Ballungszentren könnte die Technologie einen wesentlichen Anteil daran haben, die Fernwärmeversorgung von fossilen Energieträgern auf regenerative umzustellen.

Ein entsprechender Umbau der Versorgungsstrukturen wird im ersten Schritt aber teuer. Und – das machen die Fraunhofer-Experten deutlich – es wird entsprechende Förderstrukturen geben müssen. Ein wichtiges Element wird hier die Bundesförderung Effiziente Wärmenetze (BEW) sein, deren Entwurf gegenwärtig von den Verbänden bewertet wird. Warum die Erneuerbaren-Branche nicht wirklich glücklich mit dem vorliegenden Entwurf ist, lesen Sie hier.

Die Bioenergie spielt nach der Fraunhofer-Studie weiter eine Rolle bei der netzgebundenen Wärmeversorgung. Mit Blick auf das BEW fordern die Bioenergieverbände unter anderem Betriebskostenzuschüsse, da insbesondere die Biomasse aufgrund der Brennstoffkosten einen Förderbedarf des Betriebs aufweist. Wie sich die Rohstoffkosten im Bereich Altholz gegenwärtig entwickeln, zeigt der EUWID-Marktbericht, den Sie hier finden. (Nachweis für Beitragsbild: fefufoto – stock.adobe.com)

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