Die Nationale Wasserstoffstrategie lässt in Deutschland weiter auf sich warten, doch der Rotterdamer Hafen schafft bereits Tatsachen für den Import, die Erzeugung und den Transport von Wasserstoff. Zunächst beinhaltet die Strategie auch blauen Wasserstoff aus Erdgas. Mittel- und langfristig setzt der Hafen jedoch auf grünen Wasserstoff aus Erneuerbaren, der mit Partnern vor Ort erzeugt und in Pipelines auch nach Deutschland transportiert werden soll.

Der Titel der vorliegenden Ausgabe 21.2020 von EUWID Neue Energie widmet sich diesen Wasserstoff-Plänen. Doch werden in Zukunft überhaupt genug erneuerbare Energien zur Verfügung stehen, um den Bedarf an Wasserstoff abzudecken? Für Deutschland macht eine aktuelle Potenzialanalyse von Aurora Energy Research zwar deutlich, dass das geografisch-technologische Potenzial für Solar- und Windenergie ausreichen würde, um den Strombedarf dreimal zu decken. Allerdings stockt der Ausbau der Windenergie an Land seit Langem.

Auch die letzte gemeinsame Ausschreibungsrunde für Solar- und Windenergieanlagen macht die Zurückhaltung bei Investitionen in neue Windkraftanlagen deutlich. Um die Wirtschaftlichkeit von Wind- und Solaranlagen zu steigern, empfiehlt Aurora Energy Research, den CO2-Preis als Stellschraube für ein höheres Strompreisniveau zu nutzen. Eine neue Verordnung des Bundeskabinetts geht bereits in diese Richtung. Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung von Brennstoffen ab 2021 soll demnach genutzt werden, um Stromverbraucher von der EEG-Umlage zu entlasten.

Auch bei der Solarenergie bleibt noch Potenzial ungenutzt. Insbesondere Mieter hatten bisher kaum die Chance, selbst Solarstrom zu erzeugen. Doch Mieterstrommodelle gewinnen an Bedeutung. Hintergrundinformationen zu Hemmnissen und Potenzialen sind in unserem ausführlichen Dossier zu finden. (Beitragsbild: malp – stock.adobe.com)

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