Was versteht man unter Power-to-Gas?

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Unter Power-to-Gas (PtG oder P2G) wird ein Prozess verstanden, bei dem aus erneuerbarem Strom entweder Wasserstoff oder Methan hergestellt wird. Dazu wird Wasser (H2O) mit Hilfe von Strom im Rahmen einer Wasserelektrolyse in Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O2) gespalten. Anschließend kann aus dem erzeugten Wasserstoff in einer katalytischen Synthese – oder in einer biologischen Synthese in Biogasanlagen – mit Kohlendioxid (CO2) Methan erzeugt werden.

Methan und in begrenztem Umfang auch Wasserstoff können dann in das Erdgasnetz eingespeist und später zur Wärmeerzeugung oder als Kraftstoff genutzt werden, auch eine Anwendung als Industriegas ist möglich. Der große Vorteil dieser Technologie besteht darin, dass das erzeugte Gas in großen Mengen gespeichert und über große Entfernungen transportiert werden kann.

Bis zum Erreichen der Bemischungsgrenze von Wasserstoff ins Erdgasnetz, die bei maximal zwei Prozent liegt, ist ein System ohne Methanisierung kostengünstiger. Ist diese ausgereizt ist es nach Angaben von Professor Michael Sterner von der Ostbayrischen Technischen Hochschule Universität Regensburg (OTH) aus heutiger Sicht kostenoptimaler, erneuerbare Energien in Form von Methan zu speichern, anstatt die Infrastruktur in Deutschland an einen höheren Wasserstoffanteil anzupassen.

Hier finden Sie einen Überblick über aktuelle Power-to-Gas-Projekte:

P2G_Karte_2019

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Fünf wegweisende Power-to-Gas-Projekte

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