Was macht Stadtwerke in der heutigen Zeit stark? Im Kern geht es darum in einer Analyse, die das Wuppertal-Institut gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Bluberries erarbeitet hat. 152 junge Stadtwerke haben die Autoren der Studie untersucht und vier Hypothesen abgeleitet, die als Erfolgsfaktoren angesehen werden dürfen.

Die vier Hypothesen zum Erfolg junger Stadtwerke sind das Titelthema der jetzt erschienenen Ausgabe 3/2019 von EUWID Neue Energie. Im Wesentlichen sind solche Unternehmen erfolgreich, die sich mit klarem Fokus so aufstellen, dass sie schnell agieren und Rückschläge positiv verarbeiten können. „Jung“ und „digital“ sind dabei in vielen Fällen dicht miteinander verwoben – ohne dass die neuen Stadtwerke nun einen besonders ausgeprägten Fokus auf digitale Geschäftsmodelle legen würden.

Netzbetrieb: Durststrecke durchschreiten und digital durchstarten

Eine digitale Perspektive ist auch ein Erfolgsfaktor mit Blick auf mögliche neue Geschäftsmodelle im Netzbetrieb. Die Experten des Beratungshauses Accenture haben sich dazu weltweite Entwicklungen angeschaut. Auch hier gilt es, die Stärke zu besitzen, zunächst Täler auch mit Blick auf die Ergebnisentwicklung zu durchschreiten. Gleichwohl ist die Hoffnung groß, mit digitalen Technologien neue Geschäftsfelder zu erschließen, die in einigen Jahren wieder zu steigenden Erträgen im Netzgeschäft führen könnten.

Auswirkung des Strombedarfs und des Emissionsfaktors von Strom in der Batteriefertigung auf die Treibhausgas (THG)-Emissionen der Batterieproduktion
Batterieproduktion: Auswirkung des Strombedarfs und des Emissionsfaktors von Strom in der Fertigung auf THG-Emissionen
(Quelle: Forschungsstelle für Energiewirtschaft FfE)

Elektromobilität: FfE wünscht sich mehr Sachlichkeit

Ein anderes Thema, mit dem sich Stadtwerke, EVU und Netzbetreiber immer stärker befassen und befassen müssen, ist die Elektromobilität. Inwieweit sie tatsächlich eine Technologie zum Klimaschutz ist, wird kontrovers diskutiert. Eine neue Studie der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) unternimmt einen Versuch, in die oft hitzige Debatte etwas mehr Sachlichkeit zu bringen. Fazit: Es spricht schon viel für Elektroautos, der Strommix spielt aber durchaus eine nicht unerhebliche Rolle bei der Bewertung des Klimaschutzpotenzials der Technologie im Verkehrssektor.

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