Post-EEG Portal: Themenüberblick

Themen im Überblick

Biogasanlage-unter wolkigem Himmel

Post-EEG-Phase im Bioenergiebereich

Windrad-rückseite-1

Post-EEG-Phase im Windenergiebereich

PV-Anlage-Sonnenuntergang

Post-EEG-Phase im Photovoltaikbereich

PV-Anlage-auf-Hausdach-2

Regionalstrommodelle

Cloud- und Community-Ansätze

Energiespeicher

Power Purchase Agreement (PPA)

Power Purchase Agreements ( PPA )

Report: Was mache ich mit meiner EEG-Anlage nach dem Ende der Förderung ?

Letzte Aktualisierung des Post-EEG-Portals:
16. Juli 2020: Es gibt Neues zum Thema Post-EEG in den Technologiebereichen Bioenergie, Windenergie und Photovoltaik. Im Bioenergiebereich hat sich der Bundesrat mit Fragen zur Post-EEG-Phase befasst. Und die Bundesnetzagentur hat Fragezeichen an die Perspektiven von Bestandsanlagen gesetzt. Im Bereich der Windenergie ist die Anbieterliste für Post-EEG-Services aktualisiert worden. Last but not least gibt es Neuerungen im Bereich der Photovoltaik. Neben einem von sonnen lancierten konkreten Post-EEG-Angebot steht der Vorschlag von 5 Unternehmen im Raum, eine “Kleine Direktvermarktung” gesetzlich zu regeln, um Kleinanlagen vor Bürokratie und Kosten zu schützen.

Erste Orientierung im Post-EEG-Portal

Das Post-EEG-Portal von EUWID ist die größte Zusammenstellung von entscheidungsrelevanten Informationen für Ü20-Anlagenbetreiber in Deutschland. Das Portal wird fortlaufend aktualisiert und bietet einen umfassenden Hintergrund zur Vorbereitung von Post-EEG-Strategien in den Technologiebereichen Bioenergie, Windenergie und Photovoltaik.

Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), nimmt in einem EUWID-Interview im neuen ReportPost EEG im Jahr 2020: Die Uhr tickt“ Stellung zu den aktuellen Rahmenbedingungen für die Post-EEG-Phase. Bereits zur Vorjahresausgabe hatte Peter ein Grußwort beigesteuert. Was das BMWi plant, um den Anlagenbestand zu sichern, können Sie hier nachlesen (Stand: Juli 2019). Und einen Überblick über Vorschläge und Lösungen zu Post-EEG-Fragen in den Bereichen Wind, Solar und Biomasse finden Sie hier (Stand: Juni 2020).

Mit folgenden Beiträgen glückt Ihnen ein Schnelleinstieg in die Post-EEG-Thematik:

Post-EEG-Phase im Bioenergiebereich

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Bioenergieanlagen müssen anders als Wind- und PV-Anlagen auch die Kosten für Biomasse als Energiequelle erwirtschaften (Bildquelle: EUWID)

Die Bioenergiebranche bietet für die Stromerzeugung unterschiedliche Technologien – entsprechend vielschichtig und komplex sind die Herausforderungen für die Ü20-Anlagen in der Post-EEG-Phase. Neben etwa 1.000 Biogasanlagen, die nach Branchenangaben bereits 2021 aus der Förderung fallen, sind vor allem auch große Altholzkraftwerke betroffen. Lesen Sie im Dossier:

Überblick und Rahmenbedingungen

Praktische Lösungen für die Post-EEG-Phase im Bereich Biogas

Die Post-EEG-Phase für Altholzkraftwerke im Fokus

Post-EEG-Phase im Windenergiebereich

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Windanlagenbetreiber müssen sich schon sehr früh in großer Zahl mit der Post-EEG-Phase befassen (Bildquelle: EUWID)

Die Windenergiebranche ist der Frühstarter unter den erneuerbaren Energien gewesen – mit Konsequenzen für die Post-EEG-Phase: Bereits zum Start der Post-EEG-Phase im Jahr 2021 ist eine große Anzahl von Windenergieanlagenbetreiber betroffen. Die Aussichten für den Weiterbetrieb der Bestandsanlagen sind stark abhängig von den möglichen Markterlösen, die wiederum eng mit den Börsenstrompreisen korreliert sind.

Die Post-EEG-Phase im Windenergie-Bereich hat aber auch eine volkswirtschaftliche Dimension: Fällt die Stromerzeugung aus den Bestandsanlagen weg, müssen dies teurere Neuanlagen auffangen. Hier kann schnell ein Betrag im Milliarden-Euro-Bereich zusammenkommen. Zudem drohen Mehremissionen an Treibhausgasen.

Nachdem die Bundesregierung bis Mitte 2020 keine Initiative ergriffen hat, um die Post-EEG-Phase im Bereich der Windenergie zu gestalten, kommen vermehrt Eingaben aus den Reihen der Opposition und aus dem Bundesrat. Niedersachsen macht sich dort stark für ein „Sicherungsnetz“ für Ü20-Windenergieanlagen. Derweil haben sich die Grünen in einem Antrag insbesondere mit Fragen des Repowerings auseinandergesetzt.

Welche Anlagen sind betroffen und wie sehen die Branchenperspektiven aus?

Welche Parameter beeinflussen die anlagenindividuelle Post-EEG-Entscheidung?

Welche konkreten Post-EEG-Projekte gibt es?

Welche Post-EEG-Dienstleistungen entwickelt die Branche?

Post-EEG-Phase im Photovoltaikbereich

PV-Anlage-auf-Hausdach
Die meisten PV-Anlagenbetreiber haben noch Zeit, um sich mit der Post-EEG-Phase zu befassen. Aber auch hier ist es empfehlenswert, frühzeitig Weichen zu stellen (Bildquelle: EUWID)

Die Post-EEG-Phase im Bereich der Solarstromerzeugung wird – verglichen mit dem Wind- und Bioenergiebereich – zunächst nur einen kleinen Anlagenbestand betreffen. Bis Ende des Jahres 2003 wurde bei der Photovoltaik erst eine installierte Leistung von 435 MW erreicht. Gemessen an der heutigen PV-Leistung in Deutschland ist das gerade einmal ein Prozent.

Überblick zur Post-EEG-Phase im Photovoltaikbereich

Eigenverbrauchsoptimierung von Post-EEG-PV-Anlagen

Alternativen zum Eigenverbrauch: Direktvermarktung & Co.

Regionalstrommodelle

Strommasten
Regionalstrommodelle sind ein mögliches Geschäftsmodell für die Post-EEG-Phase. (Bildquelle: EUWID)

Unabhängig von der jeweiligen Technologie stellt sich die Frage nach alternativen Geschäftsmodellen für die Phase nach dem Auslaufen der Vergütungsphase. Fallen Anlagen aus der Förderung, dann bietet das auch neue Chancen – etwa wenn es möglich wird, die regionale kundennahe Eigenschaft von regenerativem Strom auszuspielen.

Auf die regionale Qualität von Post-EEG-Strom verweist auch der Grüner Strom-Label e.V. Der Verein will seine Fördersystematik dahingehend ändern, dass Ökoenergieversorger auch dann zertifiziert werden können, wenn sie in Bestandsanlagen investieren. Das könnte eine neue Perspektive für Post-EEG-Anlagenbetreiber bringen. Details zu den Eckpunkten des Fördersystems lesen Sie hier, ein Interview mit Grüner Strom-Label-Chef Daniel Craffonara zum Thema Post-EEG ist hier zu finden.

Lumenaza-CEO Christian Chudoba rät im EUWID-Interview mit Blick auf Post-EEG-Lösungen dazu, sich von traditionellen Ansätzen zu lösen und Neues zu wagen. Regionalstrommodelle seien besonders dann attraktiv, wenn eine hohe Anzahl von dezentralen Erzeugungsanlagen regional zu einem virtuellen Kraftwerk gebündelt werden können.

Beispiele für Regionalstrommodelle gibt es immer mehr, teils mit, teils ohne Einbindung der Blockchain-Technologie. Nach einer im November 2018 erschienenen Analyse könnte insbesondere der Peer-to-Peer-Handel im Bereich von Post-EEG-Anlagen ein wichtiger Anwendungsfall für die Blockchain in der Energiewirtschaft sein. Beispiele für Regionalstrommodelle mit und ohne Blockchain finden Sie hier:

In entsprechenden regionalen Marktplätzen können Kunden sich ihren Strom aus ganz konkreten, ihnen möglicherweise persönlich bekannten Stromerzeugern zusammenstellen. Neue Impulse könnte dem Thema Regionalstrom das Regionalstromnachweisregister (RNR) des Umweltbundesamts (UBA) liefern, das Anfang 2019 an den Start gegangen ist.

Eine White-Label-Lösung für Regionalstrommodelle wollen die Versorger RheinEnergie und Stadtwerke Soest in Zusammenarbeit mit dem Stadtwerke-Netzwerk ASEW im Laufe des Jahres 2019 an den Start bringen. Auch eine IoT-Plattform der südbayerischen Stadtwerke-Kooperation KOS Energie soll im Laufe des Jahres Regionalstrom-Communities abbilden können und auf diesem Weg die Energiewende erlebbar machen.

Direktvermarktungslösungen auf der Grundlage reiner „Grünstromnetze“ könnten in der Post-EEG-Phase ein Ansatzpunkt für neue Geschäftsmodelle sein. Was das Stromsteuerrecht hier vorsieht und welche Debatte im legislativen Bereich darüber geführt wird, lesen Sie hier. Der Bundesverband Erneuerbare Energie erklärte diesbezüglich, dass Stromsteuererleichterungen in „Grünen Netzen“ ein wichtiger Beitrag zur Nutzung von Strom aus Post-EEG-Anlagen seien.

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Cloud- und Community-Ansätze

Strom in der Cloud speichern und bei Bedarf selbst nutzen: Die Digitalisierung ermöglicht neue Wege auch für Post-EEG-Anlagenbetreiber (Bildquelle: metamorworks – stock.adobe.com)

Gerade für Solarstromanlagen bietet sich auch die Möglichkeit, von den wachsenden Angeboten im Bereich von Cloud- und Community-Modellen zu profitieren. In der Community ist es möglich, Strommengen zu tauschen und auf diesem Weg Stromüberschüsse bzw. -defizite zu kompensieren. Solche Ansätze können dazu beitragen, den Eigenverbrauch von Solarstrom zu steigern. Und das ist letztlich nach dem Auslaufen der EEG-Vergütung der ganz entscheidende Hebel für PV-Anlagenbetreiber. Lesen Sie zum Thema Community-Lösungen:

Energiespeicher

Symbolbild Energiespeicher
Energiespeicher können helfen, selbst produzierten Strom an den eigenen Bedarf anzupassen. Für die Post-EEG-Phase können sie bei sinkenden Speicherpreisen zur attraktiven Option werden (Bildquelle: XtravaganT-Fotolia)

Ein Energiespeicher kann auch unabhängig von einer Cloud-Lösung dazu beitragen, den Eigenverbrauch deutlich zu erhöhen. Experten erwarten daher gerade im Bereich der Photovoltaik einen Nachfrageschub nach Heimspeichern, wenn mehr und mehr Solarstromanlagen ihren Förderanspruch verlieren.

Der Bundesverband Energiespeicher (BVES) kommt in einem Beitrag für EUWID Neue Energie zum Ergebnis, dass die Post-EEG-Phase das Wachstum insbesondere bei Heimspeichern, aber auch im gewerblichen Bereich nachhaltig stärken wird. Die Eigenverbrauchsoptimierung ist dabei ein wichtiger Hebel, unter geeigneten Rahmenbedingungen können Energiespeicher aber ihre Stärken durch Nutzung gemischter Betriebsmodelle auch zum Nutzen des Gesamtsystems ausspielen. Voraussetzung ist aber die Beseitigung einer Reihe regulatorischer Hemmnisse. Für die Energiebranche können hier interessante neue Geschäftsmodelle entstehen.

Ein möglicher Ansatzpunkt für neue Vermarktungsmöglichkeiten gerade von Windkraft in Verbindung mit der Energiespeicherung bieten Power-to-Gas-Ansätze. In diese Richtung arbeiten GP Joule und die Technologietochter H-TEC Systems. Die im Projekt eFarm eingesetzten Elektrolyseure sieht man bei GP Joule als Schlüsselbaustein, um Strom aus erneuerbaren Energien zu veredeln und „insbesondere Windanlagenbetreibern außerhalb des EEG neue attraktive Märkte zu eröffnen“.

Power Purchase Agreements ( PPA )

Power Purchase Agreement (PPA)
Power Purchase Agreements (PPA): Gerade für größere Anlagen könnten sie in der Post-EEG-Phase ein attraktives Geschäftsmodell werden (Bildquelle: ©momius – stock.adobe.com)

Eine Option für Anlagenbetreiber in der Post-EEG-Phase könnten langfristige Stromlieferverträge – englisch Power Purchase Agreements (PPA) – darstellen. PPAs gibt es in Deutschland bislang nur in ganz seltenen Fällen – anders als etwa in Skandinavien, wo es bereits breitere Erfahrungen mit PPA gibt. Auch in Großbritannien oder den USA ist das Modell schon lange etabliert.

Aber auch in Deutschland tut sich in Sachen PPA gerade einiges. So berichtete die Energiegenossenschaft Greenpeace Energy im September 2018 vom deutschlandweit ersten Vertrag zur direkten Belieferung mit Strom aus Windkraftanlagen, die aus der EEG-Förderung fallen. Auch Statkraft meldet ein PPA-Projekt in Deutschland, Kunde ist der Automobilkonzern Mercedes Benz – es geht um eine Windenergieleistung von 46 MW aus sechs Windparks.

Mitte September 2018 meldete der Windkonzern Enercon den Abschluss eines PPA mit dem VDKL-Strompool, der größten verbandsgetragenen Energieeinkaufsgemeinschaft Deutschlands mit einem Strombedarf von über 1,2 TWh an bundesweit über 200 Standorten. Enercon sieht das VDKL-Projekt als Einstieg in ein neues Geschäftsfeld, in dem „erhebliches Marktpotenzial“ steckt.

Im EUWID-Interview machen vier Experten der Kanzlei Ashurst und des Beratungsunternehmens Aurora Energy Research deutlich, dass PPA schon heute ein Business Case für Erneuerbaren-Projekte sein können. Und sie erläutern im Detail, auf was die beteiligten Parteien zu achten haben, wenn sie PPA-Projekte umsetzen wollen. Das vollständige Interview finden Sie hier.

In unserem neuen Report & Dossier-Angebot „Geschäftsmodell Power Purchase Agreement (PPA): Potenzial zum Megatrend?“ wird das Thema PPA noch einmal in deutlich höherem Detailgrad ausgearbeitet. Das Produkt bietet insbesondere Hinweise zur praktischen Prüfung, inwieweit PPA für konkrete Vorhaben ein geeigneter Weg sein könnte. Mehr zum PPA-Angebot finden Sie hier.

Lesen Sie zum Thema PPA:

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