Post EEG-Anlagen

Was mache ich mit meiner EEG-Anlage nach dem Ende der Förderung?

EUWID-Dossier zu Post-EEG-Anlagen.

Wenn die 20-jährige Vergütungsphase nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ab 2021 schrittweise für die Bestandsanlagen endet, beginnt eine neue Zeitrechnung für die Anlagenbetreiber. Es müssen dann grundsätzliche Entscheidungen getroffen werden, wie mit den betroffenen Anlagen verfahren werden soll.

Wir helfen Ihnen bei wichtigen Entscheidungen

Lohnt sich der Weiterbetrieb der Ü20-Anlagen? Und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Und mit welchen Geschäftsmodellen? Oder ist es an der Zeit, die Anlage außer Betrieb zu nehmen?

Wir begleiten Sie auf dem Weg zur Post-EEG-Phase

Im nachstehenden fortlaufend aktualisierten Dossier finden Sie einen strukturierten Überblick über die Ergebnisse der Recherchen zur Post-EEG-Phase. Das Post-EEG-Infopaket, das Sie ohne Aboverpflichtung im Einzelverkauf erwerben können, besteht aus dem digitalen Vollzugriff auf alle Berichte (und Aktualisierungen) im Dossier für einen Zeitraum von einem Jahr und der Printausgabe des EUWID-Reports: „Was mache ich mit meiner EEG-Anlage nach dem Ende der Förderung?“, der Ende 2018 erschienen ist.

Chancen | Risiken | Alternativen | Ausblick – Ihre Vorteile

  • Basis für Entscheidungen
  • Wirtschaftliche Eckdaten
  • Komplette Übersicht der Post-EEG-Dienstleistungen
  • Redaktionell sorgfältig geprüft
  • Fortlaufende Aktualisierungen

Ein Grußwort zum „Post-EEG-Report“ hat die Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), Simone Peter, für EUWID verfasst. Darin spricht sie eine Reihe grundlegender Fragestellungen mit Blick auf die Rahmenbedingungen für Ü20-Anlagen in der Post-EEG-Phase an.

Einen Schnelleinstieg in die Post-EEG-Thematik bietet der Artikel Sieben Post-EEG-Strategien im Überblick: Pro und Contra von PPA, Regionalstrom, Eigenverbrauch & Co. Einen Einstieg in die Thematik ermöglichen auch die „9 Zitate“ sowie die Pinnwand zum Thema Post-EEG, an der Sie aktuelle Termine, Hinweise und Schlaglichter finden, die wir im Zuge unserer Recherchen entdecken.

Letzte Aktualisierung des Dossiers:
21. Februar: Der Bundesrat kämpft gegen Verschlechterungen der steuerrechtlichen Rahmenbedingungen für Grünstromnetze als Basis für Post-EEG-Lösungen

Themen im Überblick

Biogasanlage-unter wolkigem Himmel

Post-EEG-Phase im Bioenergiebereich

Windrad-rückseite-1

Post-EEG-Phase im Windenergiebereich

PV-Anlage-Sonnenuntergang

Post-EEG-Phase im Photovoltaikbereich

PV-Anlage-auf-Hausdach-2

Regionalstrommodelle

Cloud- und Community-Ansätze

Energiespeicher

Power Purchase Agreement (PPA)

Power Purchase Agreements     ( PPA )

Report: Was mache ich mit meiner EEG-Anlage nach dem Ende der Förderung ?

Post-EEG-Phase im Bioenergiebereich

Mais-vor-Strommast-Bioenergie
Bioenergieanlagen müssen anders als Wind- und PV-Anlagen auch die Kosten für Biomasse als Energiequelle erwirtschaften (Bildquelle: EUWID)

Die Bioenergiebranche bietet für die Stromerzeugung unterschiedliche Technologien – entsprechend vielschichtig und komplex sind die Herausforderungen für die Ü20-Anlagen in der Post-EEG-Phase. Neben etwa 1.000 Biogasanlagen, die nach Branchenangaben bereits 2021 aus der Förderung fallen, sind vor allem auch große Altholzkraftwerke betroffen. Lesen Sie im Dossier:

Post-EEG-Phase im Windenergiebereich

Nordex-Nahaufnahme
Windanlagenbetreiber müssen sich schon sehr früh in großer Zahl mit der Post-EEG-Phase befassen (Bildquelle: EUWID)

Die Windenergiebranche ist der Frühstarter unter den erneuerbaren Energien gewesen – mit Konsequenzen für die Post-EEG-Phase: Bereits zum Start der Post-EEG-Phase im Jahr 2021 ist eine große Anzahl von Windenergieanlagenbetreiber betroffen. Die Aussichten für den Weiterbetrieb der Bestandsanlagen sind stark abhängig von den möglichen Markterlösen, die wiederum eng mit den Börsenstrompreisen korreliert sind. Die Post-EEG-Phase im Windenergie-Bereich hat aber auch eine volkswirtschaftliche Komponente: Fällt die Stromerzeugung aus den Bestandsanlagen weg, müssen dies teurere Neuanlagen auffangen. Hier kann schnell ein Betrag im Milliarden-Euro-Bereich zusammenkommen.

Lesen Sie im Dossier zur Post-EEG-Phase im Windenergiebereich:

Post-EEG-Dienstleister stellen hier ihre Angebote vor:

Post-EEG-Phase im Photovoltaikbereich

PV-Anlage-auf-Hausdach
Die meisten PV-Anlagenbetreiber haben noch Zeit, um sich mit der Post-EEG-Phase zu befassen. Aber auch hier ist es empfehlenswert, frühzeitig Weichen zu stellen (Bildquelle: EUWID)

Die Post-EEG-Phase im Bereich der Solarstromerzeugung wird – verglichen mit dem Wind- und Bioenergiebereich – zunächst nur einen kleinen Anlagenbestand betreffen. Bis Ende des Jahres 2003 wurde bei der Photovoltaik erst eine installierte Leistung von 435 MW erreicht. Gemessen an der heutigen PV-Leistung in Deutschland ist das gerade einmal ein Prozent.

  • Ein Überblick über die Möglichkeiten, die Photovoltaik-Anlagenbetreibern in der Post-EEG-Zeit zur Verfügung stehen, findet sich hier: Post-EEG-Phase für Photovoltaikanlagen: Der richtige Moment, sich vorzubereiten.
  • Gerade in der Optimierung des Eigenverbrauchs liegt ein wesentlicher Schlüssel für PV-Anlagenbetreiber, die in die Post-EEG-Phase gelangen. Wie ausgeprägt der wirtschaftliche Hebel von Eigenverbrauchslösungen in der Post-EEG-Zeit ist, zeigt eine Studie von PwC. In die Karten spielen könnte PV-Anlagenbetreiber in der Post-EEG-Phase auch die Novelle der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II). Sie spricht sich gegen unverhältnismäßig hohe Belastungen für Eigenstromnutzer aus – eine pauschale (anteilige) Belastung des Eigenverbrauchs für Anlagen zumindest bis 30 kW Leistung mit der EEG-Umlage scheint damit nur schwer vereinbar zu sein.
  • Für Betreiber größerer Anlagen ab 100 kW ist die Direktvermarktung seit Anfang 2016 verpflichtend. Die entsprechende Infrastruktur haben Dienstleister wie die MVV und SMA Solar aufgebaut und adressieren verstärkt Post-EEG-Anlagenbetreiber.
  • Für PV-Anlagenbetreiber sind im Rahmen von Eigenverbrauchslösungen Speicher eine zunehmend attraktive Option. Aber auch Community und Cloudlösungen sowie Regionalstrommodelle können eine zukünftige Vermarktungsmöglichkeit sein. Was es damit auf sich hat, lesen Sie in den entsprechenden Themenbereichen des Dossiers.

Regionalstrommodelle

Strommasten
Regionalstrommodelle sind ein mögliches Geschäftsmodell für die Post-EEG-Phase. (Bildquelle: EUWID)

Unabhängig von der jeweiligen Technologie stellt sich die Frage nach alternativen Geschäftsmodellen für die Phase nach dem Auslaufen der Vergütungsphase. Fallen Anlagen aus der Förderung, dann bietet das auch neue Chancen – etwa wenn es möglich wird, die regionale kundennahe Eigenschaft von regenerativem Strom auszuspielen.

Lumenaza-CEO Christian Chudoba rät im EUWID-Interview dazu, sich von traditionellen Ansätzen zu lösen und Neues zu wagen. Regionalstrommodelle seien besonders dann attraktiv, wenn eine hohe Anzahl von dezentralen Erzeugungsanlagen regional zu einem virtuellen Kraftwerk gebündelt werden können.

Beispiele für Regionalstrommodelle gibt es immer mehr, teils mit, teils ohne Einbindung der Blockchain-Technologie. Nach einer im November 2018 erschienenen Analyse könnte insbesondere der Peer-to-Peer-Handel im Bereich von Post-EEG-Anlagen ein wichtiger Anwendungsfall für die Blockchain in der Energiewirtschaft sein. Beispiele für Regionalstrommodelle mit und ohne Blockchain finden Sie hier:

In entsprechenden regionalen Marktplätzen können Kunden sich ihren Strom aus ganz konkreten, ihnen möglicherweise persönlich bekannten Stromerzeugern zusammenstellen. Neue Impulse könnte dem Thema Regionalstrom das Regionalstromnachweisregister (RNR) des Umweltbundesamts (UBA) liefern, das Anfang 2019 an den Start gegangen ist.

Eine White-Label-Lösung für Regionalstrommodelle wollen die Versorger RheinEnergie und Stadtwerke Soest in Zusammenarbeit mit dem Stadtwerke-Netzwerk ASEW im Laufe des Jahres 2019 an den Start bringen.

Direktvermarktungslösungen auf der Grundlage reiner „Grünstromnetze“ könnten in der Post-EEG-Phase ein Ansatzpunkt für neue Geschäftsmodelle sein. Was das Stromsteuerrecht hier vorsieht und welche Debatte im legislativen Bereich darüber geführt wird, lesen Sie hier.

Cloud- und Community-Ansätze

Strom in der Cloud speichern und bei Bedarf selbst nutzen: Die Digitalisierung ermöglicht neue Wege auch für Post-EEG-Anlagenbetreiber (Bildquelle: metamorworks – stock.adobe.com)

Gerade für Solarstromanlagen bietet sich auch die Möglichkeit, von den wachsenden Angeboten im Bereich von Cloud- und Community-Modellen zu profitieren. In der Community ist es möglich, Strommengen zu tauschen und auf diesem Weg Stromüberschüsse bzw. -defizite zu kompensieren. Solche Ansätze können dazu beitragen, den Eigenverbrauch von Solarstrom zu steigern. Und das ist letztlich nach dem Auslaufen der EEG-Vergütung der ganz entscheidende Hebel für PV-Anlagenbetreiber. Lesen Sie zum Thema Community-Lösungen:

Energiespeicher

Symbolbild Energiespeicher
Energiespeicher können helfen, selbst produzierten Strom an den eigenen Bedarf anzupassen. Für die Post-EEG-Phase können sie bei sinkenden Speicherpreisen zur attraktiven Option werden (Bildquelle: XtravaganT-Fotolia)

Ein Energiespeicher kann auch unabhängig von einer Cloud-Lösung dazu beitragen, den Eigenverbrauch deutlich zu erhöhen. Experten erwarten daher gerade im Bereich der Photovoltaik einen Nachfrageschub nach Heimspeichern, wenn mehr und mehr Solarstromanlagen ihren Förderanspruch verlieren.

Der Bundesverband Energiespeicher (BVES) kommt in einem Beitrag für EUWID Neue Energie zum Ergebnis, dass die Post-EEG-Phase das Wachstum insbesondere bei Heimspeichern, aber auch im gewerblichen Bereich nachhaltig stärken wird. Die Eigenverbrauchsoptimierung ist dabei ein wichtiger Hebel, unter geeigneten Rahmenbedingungen können Energiespeicher aber ihre Stärken durch Nutzung gemischter Betriebsmodelle auch zum Nutzen des Gesamtsystems ausspielen. Voraussetzung ist aber die Beseitigung einer Reihe regulatorischer Hemmnisse. Für die Energiebranche können hier interessante neue Geschäftsmodelle entstehen.

Ein möglicher Ansatzpunkt für neue Vermarktungsmöglichkeiten gerade von Windkraft in Verbindung mit der Energiespeicherung bieten Power-to-Gas-Ansätze. In diese Richtung arbeiten GP Joule und die Technologietochter H-TEC Systems. Die im Projekt eFarm eingesetzten Elektrolyseure sieht man bei GP Joule als Schlüsselbaustein, um Strom aus erneuerbaren Energien zu veredeln und „insbesondere Windanlagenbetreibern außerhalb des EEG neue attraktive Märkte zu eröffnen“.

Power Purchase Agreements ( PPA )

Power Purchase Agreement (PPA)
Power Purchase Agreements (PPA): Gerade für größere Anlagen könnten sie in der Post-EEG-Phase ein attraktives Geschäftsmodell werden (Bildquelle: ©momius – stock.adobe.com)

Eine Option für Anlagenbetreiber in der Post-EEG-Phase könnten langfristige Stromlieferverträge – englisch Power Purchase Agreements (PPA) – darstellen. PPAs gibt es in Deutschland bislang nur in ganz seltenen Fällen – anders als etwa in Skandinavien, wo es bereits breitere Erfahrungen mit PPA gibt. Auch in Großbritannien oder den USA ist das Modell schon lange etabliert.

Aber auch in Deutschland tut sich in Sachen PPA gerade einiges. So berichtete die Energiegenossenschaft Greenpeace Energy im September 2018 vom deutschlandweit ersten Vertrag zur direkten Belieferung mit Strom aus Windkraftanlagen, die aus der EEG-Förderung fallen. Auch Statkraft meldet ein PPA-Projekt in Deutschland, Kunde ist der Automobilkonzern Mercedes Benz – es geht um eine Windenergieleistung von 46 MW aus sechs Windparks.

Mitte September 2018 meldete der Windkonzern Enercon den Abschluss eines PPA mit dem VDKL-Strompool, der größten verbandsgetragenen Energieeinkaufsgemeinschaft Deutschlands mit einem Strombedarf von über 1,2 TWh an bundesweit über 200 Standorten. Enercon sieht das VDKL-Projekt als Einstieg in ein neues Geschäftsfeld, in dem „erhebliches Marktpotenzial“ steckt.

Im EUWID-Interview machen vier Experten der Kanzlei Ashurst und des Beratungsunternehmens Aurora Energy Research deutlich, dass PPA schon heute ein Business Case für Erneuerbaren-Projekte sein können. Und sie erläutern im Detail, auf was die beteiligten Parteien zu achten haben, wenn sie PPA-Projekte umsetzen wollen. Das vollständige Interview finden Sie hier.

Lesen Sie zum Thema PPA:

X