VW bündelt Batteriegeschäft in neuer Sparte Komponente

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Dr. Stefan Sommer (l.), Konzernvorstand Komponente und Beschaffung, und Thomas Schmall, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Konzern Komponente (Quelle: Volkswagen AG)

Der Volkswagen Konzern hat seit dem 1. Januar 2019 eine weitere Marke: Mit der Neuausrichtung der Volkswagen Konzern Komponente will das Unternehmen seinen hausinternen Zulieferer stärken und gleichzeitig Synergien heben. So werde die neue Konzernsparte die End-to-End-Verantwortung für die Batterie – vom Kompetenzaufbau für die Zellfertigung bis zum Recycling übernehmen. „Damit schärft VW sein Profil in Sachen Elektromobilität“, erklärt Stefan Sommer, Konzernvorstand Komponente und Beschaffung. Die Sparte beschäftigt 80.000 Mitarbeiter in weltweit 61 Zuliefererwerken.

In die E-Mobilität seien massive Investitionen geplant: Allein in 2019 und 2020 sollen konzernweit 870 Mio. € in die Fertigung von E-Komponenten fließen. Bis 2023 sollen sich die Investitionen auf 3,8 Mrd. € belaufen. Gleichzeitig werde in den deutschen Werken an weiteren Kosteneinsparungen gearbeitet: Bis Ende 2018 beliefen sich diese laut dem Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen Konzern Komponente, Thomas Schmall, bereits auf über 750 Mio. € und sollen sich im weiteren Verlauf des Zukunftspakts bis 2025 auf insgesamt 2 Mrd. € erhöhen.

Zudem kündigte der Konzern an, eine flexible Schnellladesäule ab 2020 am Standort Hannover in Serie zu fertigen. Sie kann gleichzeitig bis zu vier Fahrzeuge nach dem Prinzip einer Powerbank laden und grünen Strom zwischenspeichern. In Hannover ersetzt die Produktion der flexiblen Schnellladesäule dann schrittweise die Fertigung des zum Geschäftsfeld Motor und Gießerei gehörenden Wärmetauschers.

Die mobile Schnellladesäule der Volkswagen Konzern Komponente (Quelle: Volkswagen AG)

Bereits seit 2018 seien Entwickler und Planer in die Pilotierung des Konzepts der flexiblen Schnellladesäule eingebunden, heißt es. Das Pilotprojekt soll im Sommer 2019 gemeinsam mit der Stadt Wolfsburg starten. Parallel liefen Kooperationsgespräche mit möglichen Partnern.

Technisch basiere die Ladesäule auf dem Batteriepaket des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) des Volkswagen Konzerns und werde auf dessen Zellmodule ausgelegt. Später ermögliche die Ladesäule Batterien aus E-Fahrzeugen ein zweites Leben – sofern die Batterie eine ausführliche Analyse bestehe. Dann könne sie für den Einsatz in einer flexiblen Schnellladesäule verwendet und so weiter genutzt werden.                                                                   

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