Vonovia: Elektrolyseur als Teil der „Energiezentrale der Zukunft (EZZ)“

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Eroeffnung EZZ in Bochum-Weitmar (Bildquelle: Vonovia)

Der Wohnungskonzern Vonovia hat in der Siedlung in Bochum-Weitmar eine „Energiezentrale der Zukunft (EZZ)“ eröffnet, in der das Unternehmen neue Energiesysteme erforschen will. Man wolle in Bochum-Weitmar herausfinden, wie der klimaneutrale Gebäudebestand bis 2050 gelingen kann, sagt Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender von Vonovia. Voraussetzung sei, dass der Klimaschutz „bezahlbar“ sei. Das zweigeschossige Gebäude inklusive Verteiler- und Erzeugungsanlagen wird 81 Wohnungen, die vorab energetisch saniert und mit Photovoltaik (PV) ausgestattet wurden, mit verschiedenen Energietechnologien versorgen.

Zu den eingesetzten Technologien gehören ein Elektrolyseur zur Produktion von Wasserstoff aus Strom, Brennstoffzellen und Wärmepumpen, die dazu führten, dass die anliegenden Gebäude und Haushalte zu mindestens 60 Prozent autark mit dezentral erzeugter CO2-freier Wärme versorgt werden, heißt es. Den benötigten Strom erzeugt Vonovia zu einem Viertel vor Ort aus eigenen PV- Anlagen auf den Dächern ihrer Gebäude.

Parallel dazu fördert das Land NRW ebenfalls in Bochum-Weitmar ein Forschungsvorhaben von Vonovia, bei dem Wissenschaftler unterschiedlicher Fraunhofer-Institute sowie der Ampeers Energy GmbH ein Innovationsquartier in Sachen Klimaschutz entwickeln. Im Rahmen der Eröffnung der EZZ erläuterte Wirtschaftsminister Pinkwart, dass Bochum-Weitmar mit vielen Gebäuden aus der Mitte des 20. Jahrhunderts ein „ideales Pilotquartier“ darstelle. Das Projekt werde „wichtige Impulse für andere Quartiere und somit für ein klimafreundliches Ruhrgebiet insgesamt“ geben.

Vonovia hat sich im vergangenen Jahr auf einen verbindlichen Klimapfad festgelegt. Ziel ist ein klimaneutraler Gebäudebestand bis 2050. Zudem sollen rund 3 Prozent des Bestandes pro Jahr energetisch saniert werden. Die durchschnittliche Umlage hierfür liegt laut Vonovia bei 1,24 Euro und maximal bei 2 Euro pro Quadratmeter.

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