Voith will in die Wasserstofftechnologie einsteigen

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Das Wasserkraftwerk Budarhals in Island.
Quelle: Voith

Der Technologiekonzern Voith will in die Wasserstofftechnologie einsteigen. Grüner Wasserstoff könne durch Wasserkraft erzeugt werden, sagte der Vorsitzende der Konzerngeschäftsführung, Toralf Haag, am 10. Dezember in Heidenheim. Der Maschinen- und Anlagenbauer liefert unter anderem die Ausrüstung für Wasserkraftwerke. Konkrete Pläne für die Wasserstofftechnologie stellte der Manager aber noch nicht vor.

Das Geschäft mit der Wasserkraft ist im vergangenen Geschäftsjahr 2019/2020 (30. September) infolge der Coronakrise schleppend gelaufen, weil Baustellen stillgelegt waren oder es pandemiebedingt zu verzögerten Ausschreibungen kam. Haag sagte, der Voith-Konzern sei gut aufgestellt, um gestärkt aus der beispiellosen Krise hervorzugehen und sich auch mittel- bis langfristig positiv zu entwickeln.

Coronakrise führt zu Umsatzverlust

Im vergangenen Geschäftsjahr sank der Umsatz des Unternehmens mit weltweit über 20.000 Mitarbeitern um drei Prozent auf 4,17 Mrd. €. Kurzfristige Kosteneinsparungen hätten den Umsatzrückgang nur teilweise ausgleichen können. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen nur noch sechs Mio. € nach 72 Mio. € im Vorjahreszeitraum.

Voith erwartet keine kurzfristige Erholung seiner Geschäfte. Das Geschäftsjahr 2020/2021 werde ein Übergangsjahr. Es werde mit einer leichten Steigerung bei Umsatz und beim operativen Ergebnis gerechnet. In Deutschland sind bei dem Unternehmen rund 7.700 Mitarbeiter beschäftigt. Neben dem Geschäft mit Wasserkraftanlagen (Hydro), das sich im Vorjahr als Bremsklotz erwiesen hatte, ist der Konzern auch im Bereich Antriebstechnik und in der Sparte Papiermaschinen aktiv. Letzterer Bereich habe sich erfreulich entwickelt. Der noch recht neue vierte Bereich, der das Digitalgeschäft bündelt, ist noch vergleichsweise klein und schreibt bislang Verluste. (dpa/EUWID)

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