VKU: KWK-Anteil am kommunalen Kraftwerkspark 2017 gestiegen

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Die deutschen Stadtwerke setzen beim Ausbau ihres Kraftwerksparks auf Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und investieren massiv in Erneuerbare-Energien-Anlagen. Das dokumentieren die neuen Erzeugungszahlen des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), der rund 1.460 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation vertritt.

Der Anteil der KWK am kommunalen Kraftwerkspark konnte 2017 auf 44 Prozent (2016: 41,6 Prozent) an der Gesamterzeugungsleistung der Stadtwerke gesteigert werden. Die KWK-Technologie bleibt damit der Schwerpunkt kommunaler Kraftwerke. Die Leistung der erneuerbaren Energien konnte um fast 14 Prozent gesteigert werden, höher als die Zunahme auf Bundesebene. Der Anteil Erneuerbarer im kommunalen Kraftwerkspark ist im Jahr 2017 auf 21,3 Prozent in 2017 (2016: 17,5 Prozent) gestiegen.

VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche erklärte: „Damit wir diesen Kurs erfolgreich fortsetzen können, brauchen wir verlässliche politische Rahmenbedingungen. Dazu gehören insbesondere die Fortführung der KWK-Förderung idealerweise bis 2030 und eine rasche Umsetzung der Sonderausschreibungen für erneuerbare Energien, die die Große Koalition ja verbindlich zugesagt hat.”

Gut 80 Prozent der im Bau oder im Genehmigungsverfahren befindlichen Projekte sind KWK-Anlagen, 19 Prozent sind Erneuerbare-Energien-Projekte. Nur noch 0,3 Prozent betreffen konventionelle Kohle- oder Gaskraftwerke, in denen die Wärme nicht mitgenutzt wird.

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Laut Reiche werden das Ende der Kernenergie im Jahr 2022 sowie der sich andeutende Ausstiegspfad aus der Kohleverstromung für einen starken Abbau gesicherter Erzeugungskapazitäten sorgen. Ohne den so genannten Fuel Switch, der Substitution von Kohle durch klimafreundliches Gas werde dies allerdings nicht gelingen. Gaskraftwerkskapazitäten seien jedoch bis zum Jahr 2025 nicht in ausreichendem Maße verfügbar. Kraft-Wärme-Kopplung und effiziente Gaskraftwerke seien jedoch geradezu gesetzte Komplementäre zu den volatilen erneuerbaren Energien.

Wie aus den Erzeugungszahlen des VKU hervorgeht, betrug die Erzeugungskapazität des Kraftwerksparks der Stadtwerke im Jahr 2017 26,63 GW, nach 28,55 GW im Jahr 2016. Die Erzeugungskapazität teilte sich auf in 11,71 (11,82) GW Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, 9,24 (11,37) GW Kondensationskraftwerke sowie 5,68 (4,99) GW Erneuerbare-Energien-Anlagen.

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