Viessmann steigert Umsatz im Deutschland um fünf Prozent

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Während der Umsatz von Viessmann im vergangenen Jahr in Deutschland um fünf Prozent stieg, ging er im Ausland um knapp zwei Prozent zurück, auch aufgrund der anhaltend schwierigen Branchensituation in Russland. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz betrug 54 Prozent. Wie der Heiztechnik-Hersteller mitteilt, habe er im Jahr 2016 seinen Absatz um 2,8 Prozent gesteigert, der Umsatz wuchs um 1,4 Prozent auf 2,25 Mrd. €.

„Die Marktzahlen haben abermals gezeigt, dass die Modernisierung im Wärmemarkt nicht so in Gang kommt, wie es für ein Erreichen der politisch vorgegebenen Klimaschutzziele erforderlich wäre“, erklärte Viessmann-CEO Joachim Janssen. Vor diesem Hintergrund sei das Unternehmen mit seiner Entwicklung im vergangenen Jahr zufrieden. Die Zahl der Beschäftigten ist um drei Prozent auf rund 12.000 Mitarbeiter angewachsen.

Die Investitionen in die Zukunft des Unternehmens habe Viessmann auf 130 Mio. € deutlich erhöht. Das entspreche sechs Prozent vom Umsatz. Schwerpunkte waren das Forschungs- und Entwicklungszentrum „Technikum“ am Stammsitz in Allendorf, das im April l eröffnet werden soll, und das neue Werk im russischen Lipetsk, das im Juni 2017 eingeweiht wird. Weitere Investitionen habe der Heiztechnik-Hersteller im Bereich digitale Produkte und Geschäftsmodelle sowie die digitale Diversifikation getätigt.

Bei der Anpassung an die Anforderungen der digitalen Zukunft bildeten die digitalen Services, die zentral für die Zukunft des Fachhandwerks seien, von der schnellen online Angebotserstellung über die Unterstützung der Installationsphase sowie den laufenden Betrieb bis hin zur Modernisierung, einen wesentlichen Schwerpunkt. Zum einen schaffe Viessmann eine zukunftsorientierte und unternehmerische Kultur und sei dabei, alle wesentlichen internen Prozesse zu digitalisieren. Zum anderen werden digitale Produkte und Geschäftsmodelle mit Nähe zum Kerngeschäft entwickelt.

Ein Beispiel hierfür sei das Joint Venture von Viessmann mit dem Automobilkonzern BMW „Digital Energy Solutions“, das digitale Lösungen für sich flexibilisierende Energiemärkte liefern soll. Ein neuartiges Energiemanagement-System (EMS) von Viessmann dient der Steuerung von strombasierten Komponenten zur Sektorkopplung, beispielsweise von Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen und Batteriespeichern. Das EMS soll die Erzeugung und den Verbrauch von elektrischer Energie im Gebäude optimieren. Auch habe der Heiztechnik-Hersteller die Brennstoffzellenheizung sehr erfolgreich in den Markt eingeführt und arbeite bereits an der nächsten Generation.

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