Vergleichsportal: Im vergangenen Winter war Heizen mit Öl teurer als mit Gas

642

Der sehr milde Winter 2018/2019 hat dazu geführt, dass Verbraucher in der vergangenen Heizperiode zehn Prozent weniger heizen mussten als im Vorjahreszeitraum. Weil aber die Gas- und Heizölpreise unterschiedlich stark stiegen, profitierten die Kunden davon nur bedingt.

„Die milden Temperaturen machten sich beim Heizbedarf deutlich bemerkbar, führten aber nur für Verbraucher mit Gasheizung zu sinkenden Kosten“, so der Geschäftsführer des Vergleichsportals Check24, Oliver Bohr: „Heizölkunden dagegen mussten im vergangenen Winter aufgrund der stark gestiegenen Preise mehr zahlen.“

Ein Musterhaushalt mit Gasheizung zahlte im vergangenen Winter im Schnitt 967 e statt 1.039 € – eine Entlastung von 72 Euro oder sieben Prozent. Für Verbraucher mit Ölheizung stiegen die Kosten dagegen um 67 € oder sechs Prozent: von 1.065 € auf 1.132 €.

Weitere Artikel aus den Energiemärkten finden Sie hier.

Gaspreis stieg um 3 Prozent, Heizölpreis um 21 Prozent

Der durchschnittliche Gaspreis stieg im Vergleich der beiden letzten Heizperioden um drei Prozent, der Heizölpreis sogar um 21 Prozent. Entsprechend war Heizen mit Öl im vergangenen Winter wieder deutlich teurer als Heizen mit Gas. Zahlten Heizölkunden in der Heizperiode 2017/2018 nur drei Prozent mehr (26 €) als Verbraucher mit Gasheizung, waren es in den vergangenen Monaten 17 Prozent (165 €).

Im nächsten Winter könne dies, so Bohr, allerdings schon wieder anders ausschauen. Der Gaspreis steige aktuell, die Preisschere zwischen Gas und Heizöl schließe sich wieder.

Energie war im März 6,6 Prozent teurer als vor einem Jahr

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein