Die Energiewirtschaft freut sich erkennbar über die Vergabe der 450-Frequenz an die 450connect GmbH. „Nach über dreijährigem Vergabeprozess kann nun endlich mit dem bundesweiten Ausbau und der Nutzung dieses wichtigen Funknetzes begonnen werden“, heißt es bei BDEW und VKU. Auch der Vorsitzende des Beirats der BNetzA, Olaf Lies, spricht von einer Weichenstellung für eine „erfolgreiche Digitalisierung der Energie- und Verkehrswende“.

Der Titelbereich von EUWID Neue Energie widmet sich in Ausgabe 11.2021 der Digitalisierung. Die Branche sieht eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten für die 450 MHz-Frequenz. Die Technologie könnte helfen, das Smart Grid voranzubringen, den Informationsaustausch mit der Elektromobilität zu optimieren, und auch im Fall kritischer Netzzustände wie einem Blackout verspricht die Technologie, von großem Nutzen zu sein. Derweil macht die Stadtwerke Studie 2021 von BearingPoint deutlich, dass die Versorger noch nicht wirklich genug tun, um dem wachsenden Smart-Energy-Interesse ihrer Kunden gerecht zu werden.

Künftig könnten im Zuge der Sektorkopplung spannende neue Geschäftsfelder entstehen, wenn smarte Lösungen die Elektromobilität ans Netz anbinden. Volkswagen hat auf seinem ersten „Power Day“ deutlich gemacht, dass die Kopplung des Elektroautos an das Stromnetz im Fokus künftiger Geschäftsmodelle liegt. Der Wettbewerb um den Strommarkt wird im Zuge der Konvergenz noch härter, zumal VW auch kapitalstarke Akteure wie BP in seine Strategie einbindet.

Ob die Fortschritte einer „rein elektrischen“ Energiewende schnell genug erreicht werden, um kurzfristig Klimaziele zu erreichen, steht auf einem anderen Blatt. Eine wichtige Rolle könnte in der weltweiten Perspektive die Bioenergie spielen, dabei ist die Art der Umsetzung wesentlich. (Nachweis für Beitragsbild: Weissblick – stock.adobe.com).

Redaktionstipp: Unsere Top-Themen der Woche:

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein