Verbände fordern Ausbauziele für Wasserstoffproduktion auf See

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Mehrere Verbände aus dem Sektor der Erneuerbaren Energien verlangen von der künftigen Bundesregierung konkrete Schritte für eine Produktion grünen Wasserstoffs auf See. „Grüner Wasserstoff wird eine Schlüsselrolle im zukünftigen Energieversorgungssystem einnehmen. Nur mit Wasserstoff können schwerelektrifizierbare Bereiche dekarbonisiert werden“, heißt es in einem am Freitag präsentierten Positionspapier. „Daher appellieren wir an die zukünftige Bundesregierung, die Voraussetzungen für eine ambitionierte Wasserstoffproduktion durch Offshore-Windenergie zuschaffen.“

Konkret verlangen die Verbände, dass zusätzlich zu den bereits aufgestockten Ausbauzielen für die Windenergieproduktion auf Seezusätzliche verbindliche Ausbauziele auch für „Offshore-Wind zu Wasserstoff“ festgeschrieben würden, und zwar über die vom Bund bis 2040 für die Stromerzeugung auf See geplanten 40 Gigawatt Leistung hinaus. Flächen für die Wasserstoffproduktion müssten „da oben drauf kommen on top“, es dürfe zu keiner Kannibalisierung kommen, sagte der Geschäftsführer des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH), Jans Rispens.

Zudem müssten zügig am Nordwestende der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in der Nordsee Flächen für die Wasserstoffproduktion ausgewiesen werden, so die Verbände. Schließlich müsse ausdrücklich die Möglichkeit einer Wasserstoff-Pipeline im Raumordnungsplan für die Nordsee vorgesehen werden.

Neben dem EEHH waren der Bundesverband der Windparkbetreiber Offshore (BWO), der Deutsche Wasserstoff- und Brennzellenverband (DWV), das Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE.SH), die IG Metall Küste, die Stiftung Offshore Windenergie, das Windenergienetzwerk WAB und der Förderverein AquaVentus an dem Positionspapier beteiligt. (dpa/eigener Bericht)

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