VEA: Mittelstand kann sich über sinkende Gaspreise freuen

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Über sinkende Gaspreise können sich mittelständische Unternehmen freuen. Wie aus dem aktuellen Erdgaspreisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer (VEA) hervorgeht, sank der Erdgaspreis in den letzten sechs Monaten durchschnittlich um 8,9 Prozent. Damit liegt er nach einer zwischenzeitlichen Steigerung um 10,8 Prozent mit derzeit 2,35 Ct/kWh wieder auf Vorjahresniveau (2,33 Ct/kWh).

Zwar ging der Preis in jedem der 50 zum Vergleich herangezogenen Netzgebiete zurück, zwischen den einzelnen Anbietern bestehen jedoch erhebliche Unterschiede von bis zu 24,2 Prozent. „Wir sind froh, dass mittelständische Unternehmen von abnehmenden Gaspreisen profitieren und sich die Kostenbelastung – zumindest im Bereich des Erdgases – nicht weiter ausweitet“, so VEA-Hauptgeschäftsführer Volker Stuke. Die Preissenkungen seien im Wesentlichen auf die deutlich rückläufigen Großhandelsnotierungen im dritten Quartal 2017 zurückzuführen.

 

Größter Preisrückgang bei wesernetz zu verzeichnen

Mit 9,8 Prozent ist bei wesernetz der größte Preisrückgang zu verzeichnen (2,09 ct/kWh). Damit führt der Bremer Erdgasversorger die Gruppe der zehn preisgünstigsten Anbieter vor e-netz Südhessen mit Sitz in Darmstadt und dem Dortmunder Netz an. Kunden bei Netrion mit dem Teilnetz Mannheim müssen dagegen mit durchschnittlich 2,60 ct/kWh im Vergleich zu wesernetz-Kunden 24,2 Prozent mehr zahlen. Laut dem VEA-Gaspreisvergleich folgen auf Netrion das Saarbrücker energis-Netz und das SWE-Netz mit Sitz in Erfurt als teuerste Versorgungsgebiete.

Neben den reinen Kosten für die Netznutzung, Gasbeschaffung oder auch die Konzessionsabgabe spielten natürlich auch andere Kriterien wie die Flexibilität, Vertragslaufzeit oder die Bonität des Versorgers bei der Wahl des Energieanbieters eine Rolle, so Stuke. Der VEA untersucht zweimal jährlich die Entwicklung des Gaspreises und stellt diese in einem Preisvergleich zusammen. Waren in der Vergangenheit Standardpreisregelungen die Grundlage des Vergleichs der 50 verschiedenen Gasnetzgebiete, publiziert der VEA nach eigenen Angaben nun realistische Preisindikationen aus 15 definierten Abnahmefällen. Der Preisvergleich berücksichtige alle Kosten außer Erdgas- und Mehrwertsteuer.

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