VEA: Erdgaspreise sind seit April massiv gestiegen

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Die Preise für Erdgas haben sich seit April 2018 in allen Netzgebieten massiv verteuert. Dem aktuellen Preisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer (VEA) zufolge sind die Preise seither durchschnittlich um 20,9 Prozent gestiegen. Davon sind besonders Industriekunden der Dortmunder Netz GmbH betroffen, sie müssen fast ein Viertel mehr für Erdgas zahlen.

Laut VEA-Hauptgeschäftsführer Volker Stuke sind für die Preissteigerungen vor allem signifikant höhere Großhandelspreise verantwortlich.

Überdurchschnittlich stark gestiegen sind nicht nur die Preise bei Dortmunder Netz. Auch Kunden bei Energienetze Bayern (23,2 Prozent), Osthessen Netz und Schwaben Netz (beide 23,0 Prozent) müssen mit großen Preisanstiegen rechnen. Weiterhin sind auch die Preisunterschiede zwischen den Netzgebieten hoch: Die Differenz zwischen wesernetz Bremen als preisgünstigstes und den Stadtwerken Leipzig als teuerstes Netzgebiet beträgt 0,59 Ct/kWh oder 21,9 Prozent.

Große Unterschiede zwischen den Netzgebieten

Auch wenn die Dortmunder Netz im Vergleich den höchsten Preisanstieg zu verzeichnen hat, zählt sie dennoch mit der Energienetze Bayern mit Sitz in München, der Hamburg Netz und der Osthessen Netz mit Sitz in Fulda zu den günstigsten Netzbetreibern in der Bundesrepublik. Neben den Stadtwerken Leipzig führen die Netrion mit dem Teilnetz Mannheim, energis-Netz mit Sitz in Saarbrücken und die Netze BW mit Sitz in Stuttgart die Liste der teuersten Netzgebiete an.

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Gasnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der 15 Abnahmefälle. Der Vergleich berücksichtigt alle Kosten außer Erdgas- und Mehrwertsteuer.

Energiepreise sind im September überdurchschnittlich gestiegen

 

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