Vattenfall und Telekom-Tochter schließen Solarstrom-PPA ab

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Freiflächenanlage-Photovoltaik
Symbolbild / Bildnachweis: mvtstockshot / stock.adobe.com

Vattenfall und die Telekom-Tochter Power & Air Solutions haben jetzt einen langfristigen Liefervertrag über Solarstrom mit einer Laufzeit von zehn Jahren geschlossen. Dies gaben die Unternehmen am Rande der E-World bekannt. Der Strom für das Corporate-PPA-Projekt werde aus einem Freiflächen-Solarpark in Mecklenburg-Vorpommern stammen, der sich derzeit in der Planung befindet und Mitte 2021 errichtet wird. Die Anlage hat eine installierte Leistung von 60 MW.

Nach Ansicht von Branchenexperten werde der Zubau erneuerbarer Energien künftig in großen Teilen nicht mehr EEG-gefördert sein, sondern vor allem auf PPA-Abschlüssen basieren, heißt es bei Vattenfall. Investoren können über PPA ihre Risiken für neue Wind- und Solarparks teilweise absichern, Kunden ermöglicht es einen direkten, langfristigen Zugang zu Ökostrom.

Eine aktuelle Analyse der Deutschen Energie-Agentur (dena) zeigt, dass die direkten Kosten des Strombezugs über PPA-Projekte in Deutschland in den meisten Fällen niedriger sind als im Falle eines Bezugs von Graustrom. Hinderlich für die Marktentwicklung sind Kompensationszahlungen für große Stromverbraucher, da sie den Anreiz zur Nutzung von PPA verringern.

Im europäischen Vergleich hinke Deutschland beim Abschluss von Corporate PPAs noch hinterher, heißt es bei Vattenfall. Anfang Februar schloss das Unternehmen seinen ersten langfristigen Corporate-PPA in Großbritannien ab mit dem Getränkehersteller AG Barr.

Sonderthema Power Purchase Agreement (PPA): Wachsende Märkte zwischen sinkenden Kosten und großem Risikoappetit

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