Vattenfall Mitbetreiber des größten intelligenten Ladenetzes in Amsterdam

252
Bildnachweis: Vattenfall

„Flexpower“ soll das größte intelligente Ladenetz für Elektrofahrzeuge in Amsterdam sein und den Einsatz erneuerbarer Energien optimieren. Die Betreiber sind Vattenfall und die Stadt Amsterdam zusammen mit dem örtlichen Netzeigentümer Liander, dem Infrastruktur-Kompetenzzentrum Elaad sowie der Hochschule für angewandte Wissenschaften Amsterdam. Flexpower ermögliche ein schnelleres Laden, die maximale Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien und eine gleichmäßigere Auslastung des Netzes, so Vattenfall.

Insgesamt wurden 456 Ladestationen von Vattenfall mit 912 Ladepunkten technisch aufgerüstet (was den Angaben zufolge einem Drittel aller Ladestationen für Elektroautos in der Stadt entspricht) und an das intelligente Ladenetz von Flexpower angeschlossen.

„Flexpower Amsterdam ist ein intelligentes Netz von Ladestationen, das bei Sonnenschein das schnellere Laden von Elektroautos ermöglicht. Hierbei wird vor allem lokal erzeugter erneuerbarer Strom aus Haushalten in der Nachbarschaft verwendet. Dadurch verringert sich der Bedarf an Investitionen in das Stromnetz und macht die Lösung für viele Großstädte Europas zu einem Vorbild“, sagt Tomas Björnsson, Leiter E-Mobilität bei Vattenfall.

Spitzenlast des Stromnetzes verringern

Während die Stadt Amsterdam wächst, steigt gleichzeitig die Belastung des Stromnetzes während der Spitzenzeiten am Morgen oder frühen Abend um das 2,5 bis 5-fache. Ein Teil dieser zunehmenden Belastung entsteht dabei durch das Laden von Elektrofahrzeugen. Um die Spitzenlast des Stromnetzes zu verringern, sei daher ein intelligentes Laden erforderlich.

Flexpower wurde entwickelt, um die verfügbare Netzkapazität optimal zu nutzen, indem die Ladegeschwindigkeit auf den Stromverbrauch und die Erzeugung erneuerbarer Energien abgestimmt wird. Die Ladestationen liefern etwas weniger Strom in den Stunden, in denen die Haushalte viel Energie benötigen, normalerweise zwischen 18:00 und 21:00 Uhr, und mehr, wenn der Energieverbrauch niedrig oder viel lokal produzierter Sonnenstrom vorhanden ist. Da die meisten Elektroautos außerhalb der Stoßzeiten aufgeladen werden, profitieren Elektroautofahrer währenddessen von der schnelleren Aufladung.

Fakten-Check „Flexpower“:

►Um eine zeitweise schnellere Ladung zu ermöglichen, wurde die Kapazität der Flexpower-Ladestationen um 40 Prozent erhöht. Eine normale Ladestation liefert 3 x 25 Ampere. Die Flexpower-Ladestationen können den Angaben zufolge 3 x 35 Ampere liefern und diese intelligent auf die angeschlossenen Fahrzeuge verteilen. Es ist möglich, bis zu 2,5-mal so schnell zu laden – abhängig von der Kapazität des Autos und der Batterie. Die nächste Generation vollelektrischer Autos mit größerem Akku und höherer Ladegeschwindigkeit wird am meisten profitieren.

►Die Flexpower-Ladestationen sind so eingestellt, dass sie auf Basis der täglichen Prognose der Solarenergie und der Netzlasten gesteuert werden können. Die Nutzung von Energie aus der Nachbarschaft und ein flexibles Laden helfen, die wachsende Nachfrage nach Strom besser zu verteilen.

Lesen Sie auch:

Bundesregierung gewährt Fristverlängerung zur Umrüstung von Ladesäulen

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein