Vattenfall wird in seinen Offshore-Windenergieprojekten in Dänemark, Siemens-Gamesa-Windturbinen der 8-Megawatt-Klasse einsetzen. Hierüber haben beide Unternehmen jetzt einen Vertrag über die Lieferung von 113 Windturbinen geschlossen.

Das Auftragsvolumen umfasst eine installierte Leistung von insgesamt 950 Megawatt, teilt Vattenfall mit. Es sei eine der größten Einzelinvestitionen in die erneuerbaren Energien, die Vattenfall in seiner Unternehmensgeschichte bisher getätigt habe.

Die 113 Windturbinen kommen in drei Vattenfall-Offshore-Projekten sowohl in der Nordsee als auch in der Ostsee zum Einsatz. In der Nordsee errichtet Vattenfall 41 Turbinen in den Projekten Vesterhav Nord und Syd (zusammen 350 MW) vor der dänischen Westküste, 72 Turbinen werden im 600-MW-Projekt Kriegers Flak in der Ostsee aufgestellt. Kriegers Flak ist damit gegenwärtig das größte Offshore-Windenergieprojekt im Ostseeraum. Vattenfall investiert insgesamt mehr als 1,7 Mrd. € in den Bau von Vesterhav Nord und Syd sowie Kriegers Flak. Wie viel Geld davon auf die Turbinen von Siemens Gamesa entfällt, nannte der Konzern nicht.

Aufatmen bei Siemens Gamesa

Für den kriselnden Windanlagenbauer Siemens Gamesa ist der Großauftrag ein Lichtblick nach etlichen schlechten Nachrichten. Im Oktober schockte das Unternehmen die Anleger mit einer Gewinnwarnung. Zwei Vorstände wurden in der Folge austauscht. Dann rutschte das Windkraftunternehmen im vierten Quartal auch noch in die roten Zahlen und verkündete, bis 2020 rund 6000 Stellen weltweit zu streichen – mehr als ein Fünftel der Belegschaft.

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