Vaillant setzt zunehmend auf digitale Produkte und Dienstleistungen

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Der Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnikspezialist Vaillant will bis 2020 80 Prozent des Produktumsatzes mit effizienten und erneuerbaren Technologien machen und forciert den Wandel von einem klassischen Industrie- hin zu einem Technologieunternehmen. Das erklärte der CEO der Vaillant Group Carsten Voigtländer jetzt auf einer digitalen Pressekonferenz, auf der die aktuelle Geschäftslage des Unternehmens sowie digitale und gesellschaftliche Megatrends und ihre Bedeutung für die Heiztechnik-Branche im Mittelpunkt standen.

Die Vaillant Group gestalte diesen Wandel rund um die Themen Smart Home, Konnektivität und digitale Geschäftsmodelle aktiv mit. „Wir werden in der digitalen Welt der gleiche verlässliche Partner sein wie bisher in der realen“, so der Geschäftsführer Finanzen und Dienstleistungen, Dietmar Meister. Im Rahmen der Digitalisierung sei Vaillant der starke Partner des Fachhandwerks, sagte der Geschäftsführer Vertrieb, Marketing & Service, Andree Groos. Die Entwicklung von digitalen Produkten und Dienstleistungen sind ebenso wie der Vertrieb vernetzungsfähiger Produkte wichtige Fokusfelder. Dabei werde Software der Schlüssel zu echten Produktinnovationen, so der Geschäftsführer Technik, Norbert Schiedeck. Beispielsweise wächst das Unternehmen mit internetfähigen Thermostaten das Unternehmen schneller als der Markt.

Wandel rund um die Themen Smart Home, Konnektivität und digitale Geschäftsmodelle

Außerdem biete die Vaillant Group ihren Kunden schon heute Smart-Home-Lösungen für alle gängigen Standards an. Die Geschäftsführung des Unternehmens hervor, dass sich die Heiztechnikbranche in einem grundlegenden Wandel befindet. Zukünftig würden Technologien auf Basis erneuerbarer Energien, digitale Produkte und Dienstleistungen sowie globale Wachstumsmärkte außerhalb Europas noch stärker im Fokus stehen. Diese Entwicklung spiegele die strategische Ausrichtung der Vaillant Group wider.

Starkes Wachstum bei Wärmepumpen

Wie Schiedeck erklärte, wolle Vaillant bis 2019 zu einem Komplettanbieter für Wärmepumpen werden. Den Trend zu erneuerbaren Energien nutze die Gruppe durch den Ausbau des Geschäfts mit Wärmepumpen. Im Jahr 2016 verzeichnete das Unternehmen hier einen starken Anstieg der Nachfrage. Diese Entwicklung setzt sich im Jahr 2017 fort. „Im ersten Quartal 2017 haben wir den Umsatz mit Wärme-pumpen um mehr als 30 Prozent gesteigert“, so Voigtländer. Die größten Zugewinne entfielen dabei auf Deutschland, die Niederlande, Polen, Spanien und die Türkei. Aktuell vertreibe die Vaillant Group Wärmepumpen bereits in 36 Ländern, so Groos.

Um das Geschäft mit den Wärmepumpen weiter auszubauen, habe die Vaillant Group ihre Fertigungskapazitäten erhöht. Seit Anfang dieses Jahres fertigt das Unternehmen Wärmepumpen auch am Stammsitz in Remscheid, wo derzeit für rund 54 Mio. € ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum entsteht. Die gezielte Weiterentwicklung des Geschäfts mit Produkten auf Basis regenerativer Energien sei die Aufgabe der neu geschaffenen Organisationseinheit „Wärmepumpen und Erneuerbare Energien“.

Umsatz 2016 auf Vorjahresniveau

Die Umsatzerlöse der Vaillant Group lagen im Jahr 2016 mit 2,403 Mrd. € etwa auf dem Niveau des Vorjahres, heißt es in einer Mitteilung. Damit habe das Remscheider Familienunternehmen nicht nur den allgemein rückläufigen Markttrend in der europäischen Heiztechnikbranche, sondern auch die deutliche Abwertung mehrerer bedeutender Landeswährungen gegenüber dem Euro kompensiert. Währungskursbereinigt übertrafen die Umsatzerlöse das Vorjahr um 3,4 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im Jahresvergleich deutlich um 15,8 Prozent auf 215 Mio €. Auch der Start ins Jahr 2017 verlief für die Vaillant Group erfolgreich. Im ersten Quartal des Jahres setzte sich das Wachstum weiter fort; insbesondere mit zweistelligen Umsatzsteigerungen in China und der Türkei. „Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir moderates Wachstum bei Umsatz und Ergebnis“, so Vaillant Group CEO Dr. Carsten Voigtländer.

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