Umfrage: Hälfte der Verbraucher bevorzugt Wasserstoffzüge trotz höherer Kosten

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Symbolbild: Wasserstoff
Quelle: AA+W/AdobeStock

Mehr als die Hälfte der Verbraucher im Vereinigten Königreich und knapp die Hälfte in Deutschland und Belgien würden mit einem wasserstoffgetriebenen Zug oder Bus zur Arbeit fahren, um ihre Emissionen zu senken. Das zeigt eine Umfrage im Rahmen der Europäischen Woche des Wasserstoffs im Auftrag von Cummins. Befragt wurden 6.000 Erwachsene in Deutschland, Belgien und UK im Oktober 2020.

„Das Klima hat für Bürger und Regierungen in Europa hohe Priorität. Sie haben verstanden, dass eine Investition in Wasserstoff als Antriebstechnologie nicht nur die Umwelt schont, sondern auch die Wirtschaft stärkt – und ihr aus dem COVID-19-Tief zu entkommen hilft,“ sagt Amy Adams, Vice President of Fuel Cell & Hydrogen Technology bei Cummins.

Verbraucher sind bereit, mehr zu bezahlen: Etwa 40 Prozent der Befragten sagten, sie würden jeden Tag einen Euro mehr fürs Pendeln ausgeben, wenn sie damit ihren CO2-Fußabdruck minimieren könnten. Technologien mit weniger CO2 helfen auch der Wirtschaft, wieder Schwung aufzunehmen. Das sagten 48 Prozent der Verbraucher im Vereinigten Königreich und mehr als 40 Prozent in Belgien und Deutschland.

Kosten von Wasserstoffautos sorgen für Skepsis

Beim Wasserstoffantrieb für das eigene Auto herrscht noch Skepsis: Mehr als ein Viertel der Befragten in Belgien und dem Vereinigten Königreich nannten die Anschaffungskosten als Grund. Etwas weniger als 20 Prozent der deutschen Verbraucher sagten, sie seien durch das fehlende Angebot an Wasserstofftankstellen abgeschreckt. Ebenso erging es Verbrauchern in Belgien und UK.

Jeder fünfte Befragte im Vereinigten Königreich glaubt, dass es 20 bis 30 Jahre dauern wird, bis mehr Wasserstoff-Autos als Benziner auf den Straßen zu sehen sein werden. Knapp ein Viertel glaubt gar, dass das niemals der Fall sein wird. In Belgien ist diese Ansicht ebenfalls bei etwas mehr als einem Viertel der Befragten zu finden; in Deutschland sogar bei einem Drittel.

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1 KOMMENTAR

  1. Es ist schon erstaunlich wie wenig die Bevölkerung über H2 informiert ist. Bei einem Vergleich zwischen H2 Zug und Batterie Zug kam eindeutig heraus, dass H2 auf der Schiene keine Chance hat. H2 Brennstoffzellen Züge sind zu anfällig, Reparatur- und Wartungsbedürftig und die Energie in Form von H2 deutlich teurer.

    Wasserstoff macht da Sinn, wo er z.B. wie in der Stahlindustrie Kohle zum Reduzieren von Stahl ersetzt. Oder zur Langzeitspeicherung von EEN vom Sommer in den Winter.

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