UBA: Treibhausgase im Verkehr sinken 2018 nur um 2,9 Prozent

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Verkehrswende
Quelle: kamasigns / stock.adobe.com

Der Treibhausgasausstoß im Verkehrssektor ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr nur um etwa 2,9 Prozent gesunken, obwohl eine deutlichere Verringerung nötig wäre, um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen. Nach einer Analyse des Umweltbundesamts (UBA) resultiert der leichte Emissionsrückgang nicht aus Klimaschutzmaßnahmen, sondern aus höheren Kraftstoffpreisen. Etwa 94 Prozent der im Straßen-, Schienen- und Luftverkehr eingesetzten Energie stammte aus fossilen Quellen, knapp sechs Prozent aus erneuerbaren Energien, zumeist Biokraftstoffen.

Der Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung und seine Ziele für jeden Sektor beruhen auf den wissenschaftlichen Berechnungen der Energiereferenzprognose. Darin wird gezeigt, dass die Ziele erreichbar sind, wenn im Jahr 2030 etwa 6 Millionen Elektrofahrzeuge und rund 20 Prozent erneuerbare Kraftstoffe im Straßenverkehr genutzt werden. Die nach den neuen UBA-Zahlen bisher erreichten knapp sechs Prozent erneuerbare Kraftstoffe müssten also in den kommenden elf Jahren fast vervierfacht werden, damit die Vorgaben aus dem Klimaschutzplan erfüllt werden.

„Wir betonen ausdrücklich, dass Effizienz, Elektromobilität und erneuerbare Kraftstoffe wie Biodiesel und Bioethanol natürliche Partner sind“, Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). Mittelfristig sei es sinnvoll, Biokraftstoffe vermehrt im Straßengüterverkehr und auf der Langstrecke einzusetzen, während die Elektromobilität ihre Vorteile im Individualverkehr ausspielen kann. „Vor dem Hintergrund eines rasant abschmelzenden Budgets an Treibhausgasen, die noch in die Atmosphäre gelangen dürfen, müssen alle heute verfügbaren Optionen zum Klimaschutz genutzt werden.“

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