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Bildquelle: TWL

Wir werden auch weiterhin den Ausbau der Fernwärme vorantreiben, die gestiegenen Umsatzerlöse aus der Sparte Wärme zeigen, dass dies die richtige Investition in die Zukunft ist“. Das erklärte Reiner Lübke, der technische Vorstand der Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) bei der Vorstellung der Bilanz für 2016. Wie schon in den vorangegangenen Jahren investierte TWL auch im vergangenen Jahr stark in das Sachanlagevermögen, insgesamt waren es 31,8 Mio. €. Ein Großteil davon entfiel auf die Netze. Das Unternehmen investierte weiter in den Fernwärmeausbau, aber auch in den Substanzerhalt der bestehenden Strukturen.

Anfang 2016 startete TWL die dritte Ausbaustufe des vom Fernheizkraftwerk in der Industriestraße gespeisten Fernwärmenetzes. Rund 4,85 Mio. € investiert das Unternehmen in die neuen Trassen, die 2018 bzw. 2019 in Betrieb gehen sollen, teilte der Versorger mit. Hierzu zählen das „Tortenstück“, das vom Kuckucksweg in Friesenheim bis zur Brunckstraße 49 geht, und die Trasse „Freibad“ zwischen Sternstraße und Willersinnweiher. Parallel dazu werden verschiedene Trassen zum „Ringschluss Süd“, darunter der Posttunnel und Bereiche nahe der Christian-Weiß-Siedlung vorangetrieben.

Vom regionalen Energieversorger zum bundesweiten Energiedienstleister

Weitere Investitionen flossen im vergangenen Jahr in neue Geschäftsfelder und Produkte. So erwarb TWL im Juni 49,9 Prozent der Anteile an der Schmidt GmbH in Haßloch, einem innovativen Elektrounternehmen, das auf Lichtwellenleiter und Kommunikationsnetze spezialisiert ist. Diese Teilhaberschaft ermögliche es den TWL, auch den Ausbau der digitalen Infrastruktur in der Region zu fördern. Um den Wandel vom regionalen Energieversorger zum bundesweiten Energiedienstleister zu forcieren, kaufte das Unternehmen Anteile an der powercloud GmbH, einem Cloud-Software-Anbieter für die Energiewirtschaft mit Sitz in Achern, sowie an der Solandeo GmbH, Berlin, einem Dienstleister für die Messung und Steuerung kleiner erneuerbarer Energieanlagen.

Beteiligung an erfolgversprechenden Start-ups aus den Bereichen Energie, Mobilität und Future City

Für die nächsten Jahre erwarten die TWL steigende Absatzzahlen, vor allem in den Sparten Strom – durch die Intensivierung des Geschäfts mit Netzverlustfahrplänen sowie die Gewinnung weiterer großer Industriekunden – und Wärme durch den Ausbau des Fernwärmenetzes. Für 2017 plant das Unternehmen Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 36,6 Mio. €, wobei wiederum ein Großteil in die Netze fließen soll.

„Wir werden aber auch weiterhin in neue Geschäftsfelder und Ideen investieren. Insbesondere digitale Geschäftsmodelle bieten aufgrund ihrer schnellen und hohen Skalierbarkeit die Chancen auf gute Rendite“, so der kaufmännische Vorstand der TWL, Hans-Heinrich Kleuker. Ende 2016 erwarb TWL Teile des alten Hallenbads Nord in Ludwigshafen und baute sie zu einem Gründerzentrum um. Bereits 2017 sollen dort die ersten Start-ups ihre Arbeitsplätze beziehen. TWL beabsichtigt, sich an erfolgversprechenden Ideen aus den Bereichen Energie, Mobilität und Future City finanziell zu beteiligen.

TWL AG weist 2016 einen deutlich gestiegenen Jahresüberschuss aus

Die TWL AG hat im Geschäftsjahr 2016 ihren Jahresüberschuss mehr als verdoppelt. Er beträgt rund 13 Mio. € im Vergleich zu 5,1 Mio. € im Vorjahr. Auch der EBIT stieg um 12,1 Prozent auf 23,2 Mio. €. Gemeinsam mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr ergibt sich ein Bilanzgewinn von 30 Mio. € (2015: 22 Mio. €).

Im Bereich der Privat- und Gewerbekunden zeigten sich sowohl beim Strom- als auch beim Erdgas- und Wärmeabsatz moderate Zuwächse. Ganz anders dagegen präsentierte sich der Stromabsatz im Segment der Geschäftskunden und Netzbetreiber, der anderen Bedingungen als dem Wetter unterliege.

Von der erfolgreichen Akquisition von Geschäftskunden außerhalb des eigenen Netzgebiets und dem Vertrieb an Netzbetreiber im Rahmen von Netzverlustfahrplänen profitierte die gesamte Sparte mit einem Absatzplus von 69,4 Prozent. Bei den Privat- und Gewerbekunden stieg der Absatz um 3,7 Prozent auf 229,7 Mio. KWh, bei den Geschäftskunden um 20,9 Prozent auf 702,1 Mio. KWh. Der Absatz an fremde Netzbetreiber sprang von 8,9 auf 442,4 Mio. KWh. Insgesamt erhöhte sich der Stromabsatz gegenüber dem Vorjahr von 811,2 Mio. KWh auf 1.374,2 Mio. KWh.

Fernwärme: Plus von 6,1 Prozent bei Privat- und Gewerbekunden

Auch der Ausbau der Fernwärmeversorgung in Ludwigshafen macht sich im Absatz positiv bemerkbar, heißt es. Im Bereich der Privat- und Gewerbekunden gibt es ein Plus von 6,1 Prozent, bei den Geschäftskunden von 12,4 Prozent. In Summe entspricht das einem Zuwachs von 8,7 Prozent bei einer Wärmeabgabe von 287,7 Mio. KWh. In der Sparte Ergas verzeichnete TWL dagegen nur ein moderates Plus von 0,8 Prozent. Hier stieg der Absatz auf 1.689,5 Mio. KWh. Der Verkauf von Trinkwasser sei minimal rückläufig, er sank insgesamt von 11,3 Mio. auf 11,2 Mio. m³.

Die Umsatzerlöse der TWL stiegen im Geschäftsjahr 2016 deutlich gegenüber dem Vorjahr. Zurückzuführen sei das positive Ergebnis vor allem auf die genannten Absatzsteigerungen in der Sparte Strom. Aufgrund der erheblich gewachsenen Absatzmengen kletterten die Umsatzerlöse hier um 26,3 Mio. € auf rund 159 Mio. €. Während sich die Umsatzerlöse auch in der Sparte Wärme um 5,3 Prozent auf 19,8 Mio. € nach oben bewegten, weisen sie bei Erdgas und Trinkwasser ein Minus von 2,2 Prozent beziehungsweise 0,9 Prozent aus. 

Über alle Sparten hinweg haben Umsatzerlöse 10,8 Prozent Zuwachs

Über alle Sparten hinweg zeigen die Umsatzerlöse einen Zuwachs von 10,8 Prozent auf 264,7 Mio. €. Zusammen mit den Erlösen aus der Verpachtung der Netze und den Dienstleistungen für den Netzbetrieb sowie für Großkunden kletterte der Umsatzerlös der TWL im Jahr 2016 auf 350 Mio. € nach Abzug von Strom- und Ergebnissteuer. „Für uns ist dieses Wachstum trotz schwieriger Wetterverhältnisse ein deutliches Zeichen dafür, dass wir uns mit der Erweiterung unserer strategischen Ausrichtung des Vertriebs auch auf überregionale Großkunden richtig aufgestellt haben“, erklärte Kleuker. Die Umsatzsteigerungen aus dem Stromabsatz bei Großkunden würden wesentlich zur Verbesserung des Ergebnisses beitragen. Das EBIT stieg um 12,1 Prozent auf 23,2 Mio. €, und der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt und liegt nun bei rund 13 Mio. € im Vergleich zu 5,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2015. Gemeinsam mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr ergibt sich ein Bilanzgewinn von 30 Mio. €. 

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