TU Wien entwickelt Power-to-Gas-Anlage

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Die TU Wien hat eine Power-to-Gas-Anlage entwickelt. In der Anlage sollen überschüssiger Strom aus Photovoltaik und Windkraft sowie Biogas aus Bioabfällen genutzt werden, um Biomethan zu erzeugen. So lässt sich Energie CO2-neutral mit hohem Wirkungsgrad speichern und ins bereits bestehende Erdgasnetz einspeisen. Nach Angaben der Universität soll das Konzept auf der Hannover Messe 2015 vom 13. bis 17. April erstmals öffentlich vorgestellt werden. Das Herzstück der Anlage ist die Gas-Filtertechnologie (Gas-Permeation), die an der TU Wien entwickelt wurde. „Wir verwenden spezielle Membranen, um aus dem Biogas das wertvolle Methan herauszufiltern“, sagte Prof. Michael Harasek. Den Erfolg dieser Technik habe er bereits in großen Versuchsanlagen im Industriemaßstab demonstriert. Nun entwickelte Harasek mit seinem Team ein Konzept, mit dem sich neben Methan auch der zweite Hauptbestandteil von Biogas nutzen lässt – nämlich das Kohlendioxid. „Ökostrom wird genutzt, um Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff aufzuspalten. Den dabei gewonnenen Wasserstoff setzen wir mit dem aus dem Biogas abgeschiedenen Kohlendioxid um und gewinnen dabei nochmals Methan“, erklärt Harasek. Durch diese Methanisierung von CO2 könne die Methanausbeute aus Biogas verdoppelt werden. Denn dieselbe Membran filtert einerseits das Biogas und andererseits das Gas, das bei der Methanisierung von CO2 entsteht. Nur das Methan wird durchgelassen, nicht umgesetztes Kohlendioxid und Wasserstoff werden wieder zurückgeführt, so dass das gesamte CO2 schließlich Schritt für Schritt vollständig methanisiert werden kann. Der Universität zufolge kann durch die Membran-Filtertechnik sehr reines Methan gewonnen werden. Somit sei es problemlos möglich, die bestehenden Richtlinien und Grenzwerte für die Einspeisung von Gas in lokale Erdgasnetze einzuhalten. .

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