TransnetBW erhöht Netzentgelte, bei 50Hertz gehen sie zurück

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Während die Netzentgelte beim Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) Transnet BW im kommenden Jahr voraussichtlich steigen, gehen sie bei 50Hertz zurück. Wie TransnetBW mitteilt, werden die Netzentgelte im kommenden Jahr um rund 13,3 Prozent für einen durchschnittlichen Kunden der Höchstspannung steigen. Das Netznutzungsentgelt der Übertragungsnetzebene hat am Endkundenpreis des Letztverbrauchers einen Anteil von rund vier Prozent.

Die Erhöhung der Entgelte 2018 sei im Wesentlichen auf die steigenden Kosten aus der Offshore-Netzanbindung sowie für Redispatchmaßnahmen zurückzuführen. Auch die Kosten für Netzreserve und für Investitionen im Netzausbau seien gestiegen. Die am 29. September 2017 veröffentlichten Netznutzungsentgelte sind den Angaben zufolge vorläufig und können bei Vorliegen neuerer Erkenntnisse noch angepasst werden. Die endgültigen Netznutzungsentgelte werden spätestens am 1. Januar 2018 veröffentlicht.

 

Letztes Update am 4. Oktober 2017:

Beim Übertragungsnetzbetreiber Amprion fällt die Steigerung mit 45 Prozent sehr stark aus. Das liege hauptsächlich an exogenen Faktoren wie der im vergangenen Winter relativ angespannten Netzsituation, erklärte eine Amprion-Sprecherin im Gespräch mit EUWID. Die Redispatchkosten seien stark gestiegen.

Die Netzentgelte des für den Norden und Osten Deutschlands zuständigen Stromübertragungsnetzbetreibers 50Hertz werden einer aktuellen Mitteilung zufolge im kommenden Jahr voraussichtlich um rund elf Prozent sinken. Exakt festgelegt werden die Netzentgelte für das Jahr 2018 Ende dieses Jahres.

50Hertz: Haupttreiber ist Netzausbau

Haupttreiber für diese positive Entwicklung sei der voranschreitende Netzausbau. Vor allem durch die Inbetriebnahme der Südwest-Kuppelleitung im Dezember 2015 und im September 2017 konnten die Kosten für das Engpassmanagement zur Netzstabilisierung deutlich gesenkt werden, heißt es. Lagen die Kosten für diese Maßnahmen wie Redispatch und die Einsenkung von Anlagen zur erneuerbaren Stromerzeugung im Jahr 2015 noch bei über 350 Mio. €, hätten sie sich mittlerweile um rund 50 Prozent verringert.

Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet will die Netzentgelte um neun Prozent steigern.

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