Tochter der Stadtwerke Halle baut Biokohle-Anlage auf Deponie

Die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH (HWS), ein Unternehmen der Stadtwerke Halle, wird auf dem Gelände der Deponie Halle-Lochau eine Demonstrationsanlage für Biokohle errichten. Wie die Stadtwerke mitteilten, hat HWS die Firma Artec Biotechnologie GmbH mit dem Bau beauftragt. Ab März 2013 sollen mit der geplanten Anlage jedes Jahr 2.500 Tonnen kommunaler Grünschnitt aus der Region Halle in einen Biobrennstoff wirtschaftlich umgewandelt werden. Das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) in Leipzig wird die Anlage wissenschaftlich begleiten. Hintergrund ist ein vom Bundesumweltministerium (BMU) gefördertes Forschungsprojekt zur klimafreundlichen und wirtschaftlich vorteilhaften Verwertung von biogenen Reststoffen. Auf dem Gelände der Deponie Halle-Lochau stehen bereits Blockheizkraftwerke, die aus Deponiegas Strom und Wärme produzieren. Die bisher weitgehend ungenutzte Wärme soll nun mit im Produktionsprozess für die Biokohle genutzt werden, was die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens erheblich beeinflusse, teilten die Stadtwerke weiter mit. Bei erhöhter Temperatur, erhöhtem Druck und in Gegenwart von Wasser, praktisch wie in einem Schnellkochtopf, soll der Grünschnitt mittels Hydrothermaler Carbonisierung in Biokohle umgewandelt werden. Dazu forschen HWS und DBFZ bereits seit über einem Jahr in dem vom BMU geförderten Verbundprojekt. Die Versuchsergebnisse mit den Ausgangsstoffen der HWS, die das DBFZ dazu erzielte, seien „überzeugend“ gewesen.

 

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