Thüringer Strombrücke geht in Betrieb

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Nach über zehn Jahren Planungs-, Genehmigungs- und Bauzeit steht die Südwest-Kuppelleitung von Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt) über Erfurt-Vieselbach und Altenfeld (Thüringen) nach Redwitz (Bayern) mit der jetzt erfolgten Inbetriebnahme des zweiten Stromkreises vollständig zur Verfügung. Der erste Stromkreis war bereits im Dezember 2015 in Betrieb genommen worden, geht aus einer Mitteilung des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz hervor.

Die auch als Thüringer Strombrücke bekannte 380-kV-Leitung, von der EU als europäisches Vorrangprojekt deklariert und zentraler Bestandteil des Energieleitungsausbaugesetzes, ist nun die zweite Verbindungsleitung aus dem Nordosten Deutschlands nach Bayern und entlastet so die bisher einzige Verbindung von Remptendorf (Thüringen) nach Redwitz (Bayern) in beträchtlichem Umfang. Die beiden Systeme bzw. Stromkreise der insgesamt knapp 200 km langen Südwest-Kuppelleitung (161 km im Netzgebiet von 50Hertz, 31 km im Netzgebiet von Tennet) verfügen nun über eine Übertragungsfähigkeit von rund 5.000 MW. Das Investitionsvolumen dieser Höchstspannungsleitung betrug für 50Hertz ca. 320 Mio. Euro.

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