Thüringen erhält Rückenwind für Biogas-Bundesratsinitiative

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Symbolbild Biogasanlage
Quelle: EUWID

Bei der Frühjahrskonferenz der Agrarminister des Bundes und der Länder in Landau in Rheinland-Pfalz hat Thüringen Unterstützung für eine Bundesratsinitiative zur längeren Vergütung für Biogasanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten. Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) hatte das Thema landwirtschaftliche Biogaserzeugung eigenen Angaben zufolge auf die Tagesordnung gehoben.

„Damit ist uns ein wichtiges Signal gelungen. Es ist nicht nur für Thüringer Unternehmen ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Firmenexistenz, die auslaufende Vergütung für die meisten Biogasanlagen zu verlängern. In der geplanten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetz muss sie deshalb fortgeführt werden“, so Keller. „Wir werden zügig dafür sorgen, dass die Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht wird.“

Thüringen sieht Wirtschaftlichkeit nach EEG-Auslaufen nicht gegeben

Im Jahr 2021 läuft für die ersten Thüringer Biogasanlagen die feste Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus. Für Anlagenbetreiber bestehen derzeit nach Angaben des Ministeriums keine wirtschaftlichen Anreize für einen Weiterbetrieb oder gar Neubau. Dabei erzeugen Biogasanlagen umweltfreundlich und dezentral Energie, bieten Landwirten ein zusätzliches Einkommen und tragen zur Wertschöpfung im ländlichen Raum bei.

Noch viel Potenzial für Gülle-Biogasanlagen

„Seit dem EEG 2014 gingen kaum neue wirtschaftsdüngerbasierte Biogasanlagen in Betrieb. Bei der nächsten Novelle sollten künftig die regionalen Ansätze wieder stärker berücksichtigt werden, damit wir unser Potenzial für klimafreundliche Energiegewinnung in Thüringen ausschöpfen und unseren Landwirten wirtschaftliche Perspektiven bieten können“, sagt Keller. „Die Güllevergärung in Biogasanlagen leistet einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Emissionsschutz.“

274 Biogasanlagen sind in Thüringen in landwirtschaftliche Betriebe integriert

Über 90 Prozent der 274 standortangepassten Thüringer Biogasanlagen mit 138 Megawatt installierter elektrischer Leistung sind in landwirtschaftliche Betriebe integriert. In diesen Anlagen machen Wirtschaftsdünger und Reststoffe mehr als zwei Drittel der eingesetzten Biomasse aus, teilte das Ministerium mit.

Welche Optionen gibt es für EEG-Anlagen nach Auslaufen der Förderung? Mehr dazu lesen Sie in unserem Dossier:

Was mache ich mit meiner EEG-Anlage nach dem Ende der Förderung?

 

1 KOMMENTAR

  1. Wird in der Förderungsverlängerung Flexbetrieb gefordert? Damit die Biogasanlagen komplementär zu Wind & Sonne arbeiten und die Netzregelungskosten gesenkt werden.

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