Thüga-Gruppe: Drei Jahre Praxisbetrieb einer PtG-Gemeinschaftsanlage war erfolgreich

Wirkungsgrad von bis zu 77 Prozent, bezogen auf den Brennwert, erreicht

159

Die Thüga-Gruppe zeigt sich mit ihrem jetzt abgeschlossenen Projekt zur Erkundung der Power to Gas (PtG)-Speichertechnologie zufrieden. Die Gemeinschaftsanlage der Gruppe habe in den zurückliegenden drei Jahren Praxisbetrieb alle Belastungstests bestanden, und die Technologie habe viele Erkenntnisse für die weitere Nutzung geliefert, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Mainova AG, Constantin H. Alsheimer. Die Projektphase sei erfolgreich abgeschlossen.

Bei der Inbetriebnahme der Anlage auf dem Unternehmensgelände der Mainova in Frankfurt im Jahr 2014 sei dies die weltweit erste Demonstrationsanlage gewesen, die Strom in Wasserstoff umgewandelt und in das kommunale Gasverteilnetz eingespeist habe. In dem Projekt haben 13 Unternehmen der Thüga-Gruppe ihr Know-how gebündelt und gemeinsam in die Entwicklung der PtG-Speichertechnologie investiert. Dabei stand die Prüfung der Praxistauglichkeit im Fokus. Aus Sicht der Projektpartner hat die Strom zu Gas-Technologie damit bewiesen, dass sie die notwendigen Voraussetzungen für den Praxiseinsatz erfüllt.

Power-to-Gas-Thuega
Quelle: Thüga

So wurde die Anlage während des Livebetriebes mit Wind- und Solaranlagen, einem Blockheizkraftwerk (BHKW) und dem Stromverbrauch mittels Computersimulation in einem virtuellen Smart Grid zusammen geschaltet. Nach Ansicht der Projektpartner hat sich die Technologie damit auch als Komponente bei intelligenten Netzstrukturen bewährt.

Erwartungen besonders beim Wirkunsgrad übertroffen

„Übertroffen hat die Anlage unsere Erwartungen besonders beim Wirkungsgrad. In ihrem relevanten Lastbereich zwischen 50 und etwa 325 Kilowatt erreicht die Gesamtanlage – von der Stromentnahme bis zur Gaseinspeisung – einen Wirkungsgrad von bis zu 77 Prozent, bezogen auf den Brennwert“, hebt Michael Riechel, Vorsitzender des Vorstandes, Thüga Aktiengesellschaft, hervor. „Ferner konnten wir belegen, dass die Strom zu Gas-Technologie prinzipiell auch für den Einsatz im Primärregelenergiemarkt geeignet ist.

Notwendige Gasnetzinfrastruktur als Speichermedium vorhanden

Aus Sicht der Projektpartner sprechen die folgenden volks- und energiewirtschaftlichen Gründe für eine kluge Kombination der PtG-Technologie und Gasverteilnetzen, denn die notwendige Gasnetzinfrastruktur als Speichermedium sei vorhanden. Zudem verfüge nur das Gasnetz über die Kapazität, um den enormen Gesamtspeicherbedarf der Energiewende zu decken. Ein großer Anteil des 2020 bestehenden Speicherbedarfs könne bereits durch die Umwandlung von Strom zu Wasserstoff und dessen Einspeisung in das Gasverteilnetz gedeckt werden.

Zudem entstehe eine nahezu unbegrenzte Speicherkapazität durch eine zusätzliche Methanisierung des erzeugten Wasserstoffes. Auch führe die Kopplung des Stromsektors mit dem Gassektor über die Power-to-Gas-Technologie zu einer deutlichen Entlastung der Stromnetze und verringere deren Ausbaubedarf. 

Nachrichten über Power-to-Gas:

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein