Die Dekarbonisierung im Verkehr ist Gegenstand wichtiger Entscheidungen, die der Bundestag in der vergangenen Woche getroffen hat. Einerseits wurden mit den Änderungen an den Treibhausgasquoten im Verkehr wichtige Korrekturen am Rahmen für das Inverkehrbringen von Kraftstoffen vorgenommen. Andererseits hat das Parlament das Schnellladegesetz verabschiedet und damit weitere Anreize für den beschleunigten Ausbau der Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität gesetzt.

Der Titelbereich von EUWID Neue Energie 21.2021 widmet sich den Rahmensetzungen im Verkehrsbereich. Die Bioenergiebranche freut sich über die Korrekturen an der THG-Quote und über den „beherzten Vorstoß der zuständigen Abgeordneten“, die im Umweltausschuss noch einmal nachgeschärft haben, so dass sich das Gesetz aus Branchensicht nunmehr als „starkes Signal für mehr Klimaschutz im Verkehr“ eignet. Was der Beschluss konkret für verschiedene Erfüllungsoptionen der Kraftstoffquote bedeutet, lesen Sie hier.

Das Schnellladegesetz soll die Basis für eine engmaschige Schnellladeinfrastruktur schaffen. Angesichts der Tatsache, dass Unternehmen der Energiebranche im Bereich der Schnellladeinfrastruktur schon eine Reihe von Investitionen getätigt haben, sieht der Branchenverband BDEW im Gesetz allerdings einen „Eingriff in das Marktgeschehen“. Man vermisse ein „deutliches Bekenntnis der Bundesregierung zum wettbewerblichen, privatwirtschaftlichen Ausbau der Schnellladeinfrastruktur“, heißt es.

Die Ausschreibungen müssten die Bestandsinfrastruktur „angemessen berücksichtigen, auf Kosteneffizienz setzen und einen echten Wettbewerb sicherstellen“. Der Verband kommunaler Unternehmen teilt die Kritik nicht und spricht davon, dass die Abgeordneten in Summe für „fairen und lebendigen Wettbewerb“ gesorgt haben. (Quelle für Beitragsbild: kichigin19 / stock.adobe.com)

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