Tennet und GE: Konverter-Plattform DolWin gamma erfolgreich installiert

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Tennet-Dolwin-Gamma
Bildquelle: Tennet

Tennet und GE haben die Offshore-Konverterplattform DolWin gamma etwa 80 km vor der Küste im südwestlichen Teil der deutschen Nordsee erfolgreich installiert. Im Rahmen des Netzanbindungsprojekts DolWin3, für das GE als Generalunternehmer im Auftrag des Übertragungsnetzbetreibers zuständig ist, werden zwei Windparks (Merkur Offshore und Borkum Riffgrund 2) an das deutsche Übertragungsnetz angeschlossen, die rein rechnerisch über eine Million Haushalte in Deutschland mit Energie versorgen werden können, teilte Tennet mit.

Die Konverterplattform verließ am 15. Juni Warnemünde in Mecklenburg-Vorpommern und startete eine sechstägige Reise entlang der deutschen und dänischen Küste, um schließlich den Zielort zu erreichen. Dort musste zunächst ein gutes Wetterfenster abgewartet werden, um die eigentliche Installation auf die bereits 2016 installierte Unterkonstruktion – das so genannte Jacket – abzuschließen. 

Wie Alf Henryk Wulf, President GE Energy Businesses, erklärte, sei DolWin3 das erste Offshore-HGÜ-Projekt von GE (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung). Die Technologie sei ein entscheidender Wegbereiter für Offshore-Wind, erneuerbare Energien und die effiziente und nahezu verlustfreie Übertragung über weite Distanzen von der Erzeugung bis zum Kunden. DolWin3 ist nach Angaben von Tennet die zehnte von zwölf Netzanbindungen, die von dem deutschen Übertragungsnetzbetreiber umgesetzt wird.

900 MW starke Gleichstromanbindung

Mit dem Projekt DolWin3 wird eine 900 MW starke Gleichstromanbindung für Windparks im südwestlichen Teil des deutschen Nordseegebiets umgesetzt, heißt es seitens des Übertragungsnetzbetreibers. Das Projekt DolWin3 ist der dritte Anschluss im DolWin-Cluster. Von der Konverterplattform DolWin gamma wird das Seekabel über eine Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung bis zur Küste geführt und ab da als Erdkabel weitere etwa 80 km bis zur landseitigen Konverterstation Dörpen West verlegt. Dort wird der Gleich- in Drehstrom gewandelt. Dort befindet sich auch der Netzverknüpfungspunkt, der die Verbindung zum deutschen Übertragungsnetz herstellt.

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